| |
107. DOG-Kongress Home
DOG-Kongressinformation
DOG-Kongress Bildergalerie
Grußworte
Organisation, Termine
Ablauf des Kongresses
Preise und Forschungsförderungen
Höhepunkte
Wissenschaftliches Programm
Feierliche Eröffnung
Schwerpunkte
Wissenschaftliches Programm
- Do, 24.09.09
- Fr, 25.09.09
- Sa, 26.09.09
- So, 27.09.09
- Posterausstellung
Symposien
Kurse
Firmenveranstaltungen
Satellitenprogramm
Hinweise, Informationen
Rahmenprogramm
Sponsoren, Industrie
Presseservice
Programm downloaden / drucken [PDF, 11 MB]
Vorprogramm downloaden / drucken [PDF, 3 MB]
DOG-Homepage
|
|
Abstract
DO.25.07
Phake vorderkammerwinkelgestützte Intraokularlinsen – Evolution und aktuelle Ergebnisse
Thomas Kohnen
Klinik für Augenheilkunde, Goethe-Universität Frankfurt am Main
Hintergrund
Für die Implantation von phaken Intraokularlinsen wird in der Literatur eine minimale Vorderkammertiefe von 3,0 mm empfohlen. Vorderkammertiefe und iridokornealer Winkel sind jedoch altersabhängige Größen. Ziel war es deshalb, die Einflüsse von Alter, Geschlecht und Refraktion quantifizieren.
Methode
Vorderkammertiefe und iridokornealer Winkel in 8 Positionen wurden mit dem OrbscanII bei 390 Normalprobanden im Alter von 10 – 80 Jahren bestimmt. Mittels multipler Regression wurden die Einflüsse von Alter, Geschlecht und sphärischem Äquivalent quantifiziert und auf statistische Signifikanz geprüft. Anhand von Modellrechnungen wurde eine Risikobewertung für die Implantation phaker Intraokularlinsen zur Korrektur bei Myopie, Hyperopie und Astigmatismus vorgenommen.
Ergebnisse
In der multiplen Regression war der Einfluss auf die Vorderkammertiefe für Alter (p < 0,0001), sphärisches Äquivalent (p < 0,0001) und Geschlecht (p = 0,0036) signifikant (Multiple Regressionsgleichung: Vorderkammertiefe (mm) = 3,08 – 0,0115 * Alter (Jahre) – 0,0562 * sphärisches Äquivalent (dpt) + 0,0996 * Geschlecht (m=1, f=2)). Auf den mittleren iridokornealen Winkel waren ebenfalls Alter (p = 0,0007), Geschlecht (p < 0,0001) und sphärisches Äquivalent (p = 0,001) signifikante Einflussfaktoren (Multiple Regressionsgleichung: Mittlerer iridokornealer Winkel (°) = 32,97 – 0,865 * Geschlecht (m=1, f=2) - 0,017 * Alter (Jahre) – 0,121 * sphärisches Äquivalent (dpt)). Der engste iridokorneale Winkel lag im Mittel nasal superior, der weiteste inferior. Die stärkste altersbedingte Abnahme des iridokornealen Winkels war superior und nasal festzustellen, die geringste temporal und inferior.
Schlussfolgerungen
Die Vorderkammertiefe nimmt in 50 Jahren etwa um 0,58 mm ab. Bei der Implantation phaker Intraokularlinsen zur Myopiekorrektur ist im Verlauf eine Unterschreitung der kritischen Vorderkammertiefe von 3,0 mm möglich, bei Astigmatismus- oder Hyperopiekorrektur ist wegen der flacheren Vorderkammer das Risiko noch höher. Die Asymmetrie des iridokornealen Winkels führt superior und nasal im Alter zum begrenztesten Platzangebot. Anhand der vorliegenden Daten sollte die Indikation zur Implantation phaker Intraokularlinsen individuell überprüft werden. |
|