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Abstract

DO.26.10

Glaukom-Screening im Westen Kameruns

Faustin Ngounou1, Gabriel Kougan1, James Tamon1, Allegra Großmann2, Paul-Rolf Preußner2
1Presbyterian Eye Services Acha Annex, Bafoussam, Cameroon; 2Universitäts-Augenklinik Mainz, Mainz, Deutschland

Hintergrund
Quantifizierung von mit dem Glaukom assoziierten Parametern in einer ländlichen, afrikanischen Region.
Methode
635 Personen in 6 Dörfern wurden an der Spaltlampe untersucht, einschließlich Papillenbefundung mit der 90dpt-Linse und Goldmann-Applanationstonometrie. Das durchschnittliche Alter war 49.4±19 Jahre, Minimum 5, Maximum 90, Median 52 Jahre. Inferiore, superiore, nasale und temporale Randsaumbreite im Verhältnis zum Papillendurchmesser wurden abgeschätzt. Daraus lassen sich horizontale und vertikale sowie flächenbezogene CDR berechnen und Verletzungen der ISNT-Regel bestimmen.
Ergebnisse
Die Flächen-CDR nimmt stark mit dem Alter zu, von im Mittel 0.1 bei den jüngsten bis 0.47 bei den ältesten Personen, entspechend einem Anstieg der linearen CDR von 0.32 auf 0.68. Der Gesamtanteil an Augen mit einer Flächen-CDR über 0.5 (entsprechend einer linearen CDR über 0.7) beträgt 13.4%. Auch der Intraokulardruck steigt von im Mittel 14mm-Hg bei den jüngsten auf 20mmHg bei den ältesten Personen an. Dennoch finden sich zahlreiche Augen mit hohem CDR bei niedrigem oder nur mäßig erhöhtem Augendruck. Verletzungen der ISNT-Regel wurden in ≈25% der Augen gefunden. Anwendung von in der Literatur akzeptierten Glaukomkriterien ergeben eine totale Prävalenz von 18.7% der untersuchten Personen. Umgerechnet auf die Altersverteilung der im Durchschnitt sehr jungen Kameruner Bevölkerung ergibt sich eine Prävalenz von 8.2%.
Schlussfolgerungen
Im Vergleich zu Europa scheint die Glaukomprävalenz in dieser ländlichen, afrikanischen Bevölkerung um fast eine Zehnerpotenz höher zu liegen.

 
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