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Abstract

FR.10.03

Effekt von Dimethylenastron in experimenteller filtrierender Glaukomchirurgie

Julia Lüke1, Khaled Nassar1, Martin Rudolf1, Swaantje Peters1, Matthias Lüke1, Athanassios Giannis2, Salvatore Grisanti1
1Universitäts-Augenklinik, Campus Lübeck, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Lübeck; 2Institut für Organische Chemie, Universität Leipzig

Hintergrund
Analyse des Effekts von Dimethylenaston, einem Inhibitor des mitotischen Kinesin Eg5, in einem experimentellen Modell für filtrierende Glaukomchirurgie.
Methode
Ein Eingriff, ähnlich der in der klinischen Praxis durchgeführten filtrierenden Glaukomchirurgie, wurde bei 35 Chinchilla Kaninchen (ChBBCH) vorgenommen. Die Tiere erhielten entweder kein Adjuvanz, eine unilateral subkonjunktivale Injektion von Dimethylenastron (1,0µmol bzw. 3.3µmol) oder die Trägersubstanz allein im Rahmen der Operation und an dem 3. und 7. postoperativen Tag (3.3µmol). Die Evaluation der antifibrotischen Effektivität erfolgte anhand der klinischen Befunde und der histologischen Untersuchung. Die Tiere wurden am Tag 14 getötet und die Augen für die histologische Auswertung aufbereitet.
Ergebnisse
Die Trägersustanz wurde gut vertragen. Im Gegensatz dazu führte Dimethylenastron zu einer Verhärtung der Konjunktiva direkt nach der Injektion. Mit Ausnahme von zwei Fällen einer transienten fibrinösen Reaktion zeigten sich keine Hinweise auf eine Inflammation oder eine Medientrübung im weiteren Verlauf. Eine Filterkissenvernarbung trat in allen Gruppen nach einer Woche auf. Der intraokulare Druck korrelierte mit dem Stadium der Fibroseentwicklung und erreichte innerhalb von 7 Tagen ein normales Niveau. Die histologische Untersuchung des Operationsgebietes 14 Tage nach dem Eingriff wies keine signifikant reduzierte Fibrose in den Versuchsgruppen nach.
Schlussfolgerungen
Die subkonjunktivale Administration von Dimethylenastron führt in den verwendeten Dosierungen zu keiner Reduktion der Vernarbungsreaktion und verbessert nicht das chirugische Ergebnis nach filtrierender Glaukomchirurgie im Kaninchenmodell.

 
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