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Abstract

FR.11.02

Augenmuskelchirurgische Differenzialtherapie bei Okulomotoriusparesen

Julia Fricke, Antje Neugebauer
Universitäts-Augenklinik Köln

Ein- oder beidseitige Okulomotoriusparesen machen gut ein Drittel der okulomotorischen Hirnnervenparesen aus.
Aufgrund des ausgedehnten Kernkomplexes und Versorgungsgebietes treten NIII-Paresen häufiger inkomplett als komplett mit Ausfall der vier versorgten äußeren Augenmuskeln, dem Levator palpebrae und dem Sphinkter pupillae auf.
Einfache schwächende und stärkende Eingriffe aus dem Standardrepertoire der Augenmuskelchirurgie erbringen bei ausgeprägten Motilitätseinschränkungen im Rahmen einer Okulomotoriusparese oft keine ausreichende Stellungskorrektur.
Aus diesem Grunde wurde durch verschiedene Autoren eine Vielzahl von speziellen transponierenden Augenmuskeleingriffen vorgestellt.
Das Referat gibt anhand von Fallbeispielen eine Übersicht über das Indikationsspektrum für hochdosierte Standardoperationen und für Transpositionsverfahren.
Die bei der Indikationsstellung zu berücksichtigenden Parameter wie Binokularprognose, mögliche Fehlinnervationen und eventuell begleitende Trochlearisparesen werden diskutiert.

 

 
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