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Abstract
FR.13.04
Hintere lamelläre Keratoplastik – Berliner Ergebnisse
Peter W. Rieck
Augenklinik, Campus Virchow Klinikum, Charité - Universitätsmedizin Berlin, Berlin
Ziel: Die Technik der hinteren lamellären Keratoplastik (KPL) ist insbesondere für Erkrankungen des Hornhautendothels eine interessante Option. Die wesentlichen Probleme bei der perforierenden KPL, wie verzögerte Visusentwicklung, häufig hoher postoperativer Astigmatismus oder eine entstehende Anisometropie mit reduziertem Binokularsehen werden beim Ersatz nur der Endothelschicht vermieden, da die okuläre Oberfläche unangetastet bleibt.
Methode: Die Operationstechnik dieser noch sehr jungen Methode hat sich in der letzten Zeit deutlich verfeinert, dabei hat sich beim Empfänger die Technik des sog. Descemet-Stripping (DSEK), also die rhexisartige Entfernung von erkranktem Endothel mitsamt Descemet, durchgesetzt. Wir berichten über die Ergebnisse bei 25 Patienten mit dekompensierter Fuchs'scher Endotheldystrophie, die mittels einer von uns etablierten no-stitch DSEK-Technik operiert wurden.
Ergebnisse: Der durchschnittliche bestkorrigierte prä-op. Visus betrug 0,1. 6 Monate postoperativ wurde ein Visus von im Mittel 0,5 erzielt. Der Endothelzellverlust betrug 30±;8% nach 6 Monaten. In 3 Fällen (aus den ersten 6) kam es zu einem primären Transplantatversagen. Eine Dislokation der Lamelle trat in 2 Fällen auf. Eine nicht eindeutige Immunreaktion wurde in einem Fall beobachtet.
Schlussfolgerungen: Die wesentlichen Vorteile der hinteren lamellären Keratoplastik sind die rasche Visuserholung und das schonende Operationsverfahren, welches in der no stitch Variante bereits Ähnlichkeiten zur Belastung bei der Phakoemulsifikation aufweist. Probleme sind der hohe initiale Endothelzellverlust und der noch limitierte erreichbare beste Visus. |
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