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Abstract

FR.14.01

Sieben Jahre asphärische Intraokularlinsen – Fortschritt oder Marketing?

Ulrich Mester, Hakan Kaymak

Augenklinik, Bundesknappschaft Sulzbach/Saar, Sulzbach

Vor 7 Jahren wurde mit der Tecnis die erste Intraokularlinse mit einer asphärischen Optik hergestellt; die ersten Publikationen über klinische Ergebnisse folgten 2003.
Mittlerweile werden von fast allen namhaften Herstellern von Intraokularlinsen Modelle mit einem asphärischen Design angeboten, welches zunächst nur bei Monofokallinsen, heute aber auch zunehmend bei Multifokallinsen und torischen Modellen Verwendung findet.
Dabei muss unterschieden werden zwischen Optiken, die keine sphärische Aberration erzeugen und denen, welche die spärische Aberration der Hornhaut korrigieren, um die gesamte sphärische Aberration des Auges möglichst gegen Null zu führen.
Abgesehen davon, dass für diese unterschiedlichen Konzepte Argumente pro und kontra ausgetauscht werden, ist der Nutzen einer asphärischen Intraokularlinse noch immer umstritten. Skeptiker führen die fehlende Individualisierung der Asphärizität, die fragliche Verbesserung der Abbildungsqualität, eine hohe Empfindlichkeit gegenüber Dezentrierung und Verkippung sowie eine reduzierte Tiefenschärfe als Gründe an. Befürworter berufen sich auf die Ergebnisse klinischer Studien mit verbessertem Kontrastsehen vor allem unter mesopischen Lichtbedingungen, nicht nachweisbarer Verschlechterung von Defokussierkurven sowie auf die Verfügbarkeit von Linsen mit unterschiedlicher Asphärizität.
Unter Verwendung eigener Studienergebnisse sowie der anderer Untersucher soll auf diese kritische Fragestellung Bezug genommen werden unter Einbeziehung neuer Messmethoden zur Bestimmung der Linsenposition im Auge.

 
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