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Abstract

FR.14.03

Lässt sich die Abbildungsqualität von Intraokularlinsen durch Reduktion der chromatischen Aberration verbessern?

Hakan Kaymak1, Frank Schaeffel2, Ulrich Mester1
1Augenklinik, Bundesknappschaft Sulzbach/Saar, Sulzbach; 2Sektion Neurobiologie des Auges, Universitäts-Augenklinik Tübingen, Tübingen

Durch die Einführung von asphärischen Intraokularlinsen (IOL) konnte die Abbildungsqualität in pseudophaken Augen signifikant verbessert werden. Eine weitere Verbesserung wäre die Reduzierung der chromatischen Aberration im pseudophaken Auge, da diese bekannterweise nach Implantation einer IOL erhöht ist. Die longitudinale chromatische Aberration entsteht im Auge durch die wellenlängenabhängige Brechung des weissen Lichtes und beträgt im Mittel 2 Dioptrien. Sie kann zu einem einen Kontrastempfindlichkeitsverlust von 0,2 log units und einen Sehschärfenabfall von 5% führen. Andererseits benutzt das Auge bzw. das Gehirn die chromatische Aberration um die Tiefenschärfe eines Bildes zu steigern.
Die chromatische Aberration einer IOL ist abhängig vom Abbe-Faktor und je nach IOL Material unterschiedlich hoch.
Mit einem neu entwickelten Gerät (FS) kann über die Messmethode der Photorefraktion bei polychromatischem Licht über unterschiedlichen Farbkanäle die chromatische Aberration des Auge schnell und reproduzierbar ermittelt werden. Vorgestellt werden die Messergebnisse an pseudophaken und zum Vergleich auch an phaken Augen.
Diskutiert werden in diesem Referat die Vorteile und auch die physiologischen Grenzen der Korrektur der chromatischen Aberration, da diese auch abhängig ist von Pupillengrösse, Linsenposition und monochromatische Aberration.

 
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