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Abstract

FR.14.04

Vorhersagbarkeit der postoperativen Vorderkammertiefe bei IOL-Implantation des zweitoperierten Auges in Abhängigkeit von der Vorderkammertiefe des erstoperierten Auges

Harry Domack

Augenklinik und Augenlaserklinik Mainfranken, Schweinfurt

Hintergrund
Einer der Hauptfaktoren für Fehler in der Biometrie ist die nicht genaue Vorhersagbarkeit der postoperativen VK-Tiefe nach der IOL-Implantation.
Methode
An 212 Patienten wurde (bei nahezu gleicher Achsenlänge beider Augen) die postoperative Vorderkammertiefe des erstoperierten Auges bestimmt. Mit dieser Vorderkammertiefe wurde dann die Biometrieberechnung des 2. Auges durchgeführt und die so ermittelte Linse implantiert. Nach 6 Wochen postoperativ (2. Auge) wird überprüft, inwieweit die Prognose eingetroffen ist und welche Refraktionsabweichungen vom kalkulierten Refraktionsergebnis noch vorhanden sind.
Ergebnisse
Benutzt man die postoperative Vorderkammertiefe des erstoperierten  Auges für die IOL-Biometrie des 2. Auges läßt sich eine wesentlich genauere Biometrie mit deutlich geringerer Abweichung von der geplanten Zielrefraktion  erreichen.
Schlussfolgerungen
Ist bei IOL-Implantationen eine maximal genaue postoperative Emmetropie erforderlich, sollte zunächst das nichtdominante Auge  mit einer ganz geringen Minus-Refraktion oder  maximal Emmetropie geplant werde. Für die dann anstehende Operation des dominanten Auges sollte zur Biometrie die postoperative Vorderkammertiefe des erstoperierten Auges verwendet werden.

 
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