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Abstract

FR.19.01

Charakterisierung von Intraokularlinsenoberflächen mit dem „atomic force microscope“

Rupert Wolfgang Strauß1, Wolfgang Gsenger2, Kurt Schilcher2, Martin Dirisamer1, Johannes Burger1, Siegfried Priglinger1
1Augenklinik, AKH Linz, Linz, Österreich, 2Fachhochschule, Linz, Österreich

Hintergrund
Charakterisierung von der Oberfläche von Intraokularlinsen (IOL) mit dem „atomic force microscope“ (Rastersondenmikroskop), insbesondere die Darstellung von Parametern und Morphologie der Oberfläche.
Methode
Insgesamt 14 unterschiedliche Intraokularlinsen von teils verschiedenen Herstellern (AC-60 (OIL®), AF-1 (Hoya®), Tecnis ZA9003 (AMO®), SN60AT (Alcon®), SN60WF (Alcon®), Acri Smart 36 A (Acri Tec®), Quatrix (Corneal®)) wurden mit dem atomic force microscope mittels contact-mode und tapping-mode untersucht. Dies wurde zunächst bei Intraokularlinsen durchgeführt, die ohne weitere Manipulation nur der Originalverpackung entnommen wurden. In einem weiteren Schritt wurden drei verschiedene Linsentypen unter Reinraumbedingungen einer bei der standardmäßigen Kataraktoperation üblichen Applikationsprozedur unterzogen, d.h. sie wurden von einem erfahrenen Operateur gefaltet, in einem Shootingsystem geladen und einmal wie bei der IOL-Implantation durch das Shootingsystem gedrückt.
Ergebnisse
Mit dem „atomic force microscope“ gelang eine Charakterisierung der Oberflächenbeschaffenheit, insbesondere der Rauheit. Beim Vergleich zwischen unberührten Intraokularlinsen und solchen, die einer Applikationsprozedur unterzogen wurden, fiel eine Erhöhung der Oberflächenrauhheit zwischen 26 % und 50 % auf. Weiters wurde auf einer der Applikationsprozedur unterworfenen IOL eine riefenartige Struktur entdeckt, die ebenfalls auf diese Prozedur zurückzuführen ist.
Schlussfolgerungen
Das „atomic force microscope“ eröffnet Möglichkeiten zur Charakterisierung von Intraokularlinsen. Die beobachtete Zunahme der Oberflächenrauheit von IOLs nach der Anwendung im Applikatorsystem könnte bei der Nachstarentstehung eine Rolle spielen. Weitere Studien sind notwendig, um hierüber weitere Erkenntnisse zu erlangen.

 
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