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Abstract
FR.19.05
Simulation der Dezentrierung von Intraokularlinsen mit positiver und negativer sphärischer Aberration: Auswirkungen auf den Wellenfrontfehler und die optische Qualität
Martin Baumeister, Jens Bühren, Thomas Kohnen
Klinik für Augenheilkunde, Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt/Main
Hintergrund
Zur Kompensation der sphärischen Aberration (SA) der Hornhaut wurden Intraokularlinsen (IOL) mit negativer SA entwickelt. Dezentrierung von IOL beeinflusst die Refraktion und die Qualität der retinalen Abbildung. Diese Studie untersucht die Auswirkung von Mikrodezentrierung der IOL-Optik von sphärischen und asphärischen IOL im Computermodell.
Methode
Für 42 Augen von 21 Patienten wurde der korneale Wellenfrontfehler aus axial-keratometrischen Topographiedaten durch Zernike-Dekomposition über einen Durchmesser von 6 mm berechnet. Mittels eines Computermodells wurde für diese Hornhhäute bei einer Pupillengröße von 5 mm die die Änderung der Gesamtwellenfront durch Dezentrierung einer konventionellen sphärischen Intraokularlinse (SA60AT, Alcon), und einer asphärischen Intraokularlinse mit negativer SA (SN60 WF, Alcon) in 100 µm-Schritten bis zu 0,5 mm von der optischen Achse simuliert. Als Maßzahl für die optische Qualität wurde das VSOTF (Visual Strehl ratio based on the optical transfer function) mit simulierter bester sphäro-zylindrischer Korrektur (BCVSOTF) verwendet. Als signifikante Verschlechterung der optischen Qualität wurde eine Verringerung des BCVSOTF um 2 log. Einheiten angenommen.
Ergebnisse
BFür die sphärische IOL war die maximale Dezentrierung ohne Beeinträchtigung der optischen Qualität 449±14 µm, für die asphärische IOL 444±25 µm (p=0,78). Bei Dezentrierung in Richtung der Achse der horizontalen Coma der Hornhautvorderfläche zeigte sich für die asphärische IOL eine Tendenz zur Erhöhung des VSOTF, für die sphärische IOL war dies bei Dezentrierung in entgegengesetzter Richtung der Fall.
Schlussfolgerungen
Beide IOL zeigten im Computermodell für eine Pupillengröße von 5 mm die gleiche Toleranz gegenüber Dezentrierung. Eine leichte Dezentrierung in Richtung der kornealen horizontalen Coma führte tendenziell zur Verbesserung der optischen Qualität. |
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