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Abstract
FR.19.06
Stand der IOL-Berechnung bei Problemaugen
Wolfgang Haigis
Labor für Biometrie und Intraokularlinsenberechnung, Universitäts-Augenklinik Würzburg, Würzburg
Hintergrund
Die Mehrzahl aller Implantationen einer intraokularen Linse (IOL) in der Katarakt- und refraktiven Chirurgie führt heute zu sehr guten Ergebnissen. Probleme für Biometrie und IOL-Berechnung bereiten extrem lange und kurze sowie hornhautrefraktiv veränderte Augen. Auf die Besonderheiten dieser Fälle wird im Folgenden eingegangen.
Methode
Die heute eingesetzten Formeln und Verfahren zur IOL-Berechnung bei normalen Augen wurden hinsichtlich ihrer Eignung bei Problemaugen theoretisch analysiert und mit klinischen Ergebnissen verglichen. Auf gleiche Weise wurde mit Speziallösungen zur Behandlung von Augen nach refraktiver Chirurgie verfahren.
Ergebnisse
IOL-Formeln für ‚normale’ Augen zeigen ausgesprochene Achslängenabhängigkeiten des Vorhersagefehlers, woraus sich Formelpräferenzen für lange und kurze Augen ergeben. Messfehler wirken sich besonders bei kurzen Augen aus; anatomische Besonderheiten (Staphylome) sind häufiger bei langen Augen. Generell sollte optimierte Messtechnik zum Einsatz kommen. Bei extrem langen Augen mit Minuslinsen kommt den IOL-Konstanten besondere Bedeutung zu. Für die IOL-Berechnung nach refraktiver Chirurgie sind in der Praxis besonders Verfahren wichtig, die lediglich auf aktuellen Mess-ergebnissen ohne Rückgriff auf historische Daten beruhen.
Schlussfolgerungen
Biometrie und IOL-Berechnung bei Problem-augen bedürfen besonderer Sorgfalt bei der Wahl der Mess- und Berechnungsmethoden. Dennoch sind mit heutigen Mitteln Ergebnisse möglich, die sich nur wenig von denen normaler Augen unterscheiden. |
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