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Abstract

FR.19.07

Micro-MRT des humanen Auges bei 7 Tesla nach Katarakt-Chirurgie – eine Pilotstudie

Paul-Christian Krüger1, Sönke Langner1, Oliver Stachs2, Rudolf Guthoff2, Norbert Hosten1
1Institut für Diagnostische Radiologie und Neuroradiologie, Universitätsklinikum Greifswald der Ernst-Moritz-Arndt-Universität, Greifswald, 2Universitäts-Augenklinik Rostock

Hintergrund
Die Hochfeld-Magnetresonancetomographie (HF-MRT) bietet einen exzellenten Weichteilkontrast bei Auflösungen im µm-Bereich und ermöglicht die verzerrungsfreie Darstellung in allen Raumebenen. Ziel der Studie war, die postoperative Anatomie des humanen Auges nach Linsenersatzoperation im Vergleich zu nicht operierten Augen zu vergleichen.
Methode
Sieben humane Augen wurden ex vivo in einem Mikro-MRT (ClinScan, Bruker, Germany) unter Verwendung einer 1-Kanal-Spule mit zwei Spulenelementen untersucht. Bei vier dieser Augen war ein Linsenersatz durchgeführt worden. Es wurden T2-gewichtete Turbospin-Echo (TSE)-Sequenzen mit einer Schichtdicke von 700 µm in coronaler und sagittaler Ebene akquiriert. Die in-plane Auflösung betrug 50 x 50 µm. Die weiteren Messparameter waren TE 75 ms, TR 3330 ms, Matrix 1024 bei einem Field of View von 40 x 40 mm. Die Untersuchungszeit betrug 8:16 min pro Ebene.
Ergebnisse
Es gelang die verzerrungsfreie Darstellung des Auges in allen Fällen. Bei den nicht operierten Augen ließen sich Linse sowie Linsenkapsel und Ziliarapparat in hoher räumlicher Auflösung darstellen. Bei den operierten Augen ließen sich Kapselsack sowie Halteapparat der Linse und des Linsenersatzes verzerrungsfrei abbilden. In allen Fällen gelang die Differenzierung von Sklera, Choroidea und Retina. In einem Fall fand sich ein begleitendes Aderhautmelanom, in einem zweiten Fall eine subretinale Blutung.
Schlussfolgerungen
Die HF-MRT ermöglicht die hochauflösende Darstellung anatomischer und pathologischer Strukturen des humanen Auges. Die verzerrungsfreie Darstellung des Linsenäquators, der posterioren Linsenzirkumferrenz und des Linsenersatzes bietet entscheidenden Vorteil auf dem Forschungsgebiet der Linsenchirurgie.

 
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