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Abstract

FR.20.05

Langzeitergebnisse der intravitrealen Bevacizumabbehandlung von Typ 2 parafovealen Teleangiektasien

Gerlinde Matt1, Stefan Sacu1, Christopher Schütze1, Christian Ahlers1, S. Bartsch1, Christian Prünte2, Ursula Schmidt-Erfurth1
1Universitätsklinik für Ophtalmologie und Optometrie, Medizinische Universität Wien, Wien, Österreich; 2Binningen, Schweiz

Hintergrund
Die idiopathische parafoveale Teleangiektasie (IPT) ist eine seltene Erkrankung der makulären Gefäße. Sie ist typischerweise mit einer langsam fortschreitenden Sehverschlechterung ab der 5.- 6. Lebensdekade verbunden. Ziel dieser Studie war es, den Langzeitbehandlungseffekt der intravitrealen Bevacizumabtherapie bei Patienten mit IPT Typ 2 zu evaluieren.
Methode
In diese klinische Vergleichsstudie wurden 25 Augen von 14 Patienten mit unbehandelter IPT Typ 2 inkludiert. Das mittlere Alter der Patienten betrug 59 ± 9 Jahre. 9 Augen wurden mit 0,1 ml intravitrealem Bevacizumab (1,25 mg) behandelt. Die Partneraugen mit besserem Visus sowie Augen von Patienten, die eine Therapie abgelehnt hatten, dienten als Kontrollgruppe (n=16). Die Kontrolluntersuchungen umfassten Funduskopie, Fernvisusbestimmung, Fluoreszenzangiographie und optische Kohärenztomographie. Eine Wiederbehandlung wurde basierend auf klinischen sowie OCT-Befunden durchgeführt.
Ergebnisse
Der mittlere Untersuchungszeitraum betrug in der Behandlungsgruppe 32 ± 7,8 Monate und in der Kontrollgruppe 22 ± 10,9 Monate. Der Ausgangsvisus (Snellen) in der Behandlungsgruppe betrug 0,48 ± 0,21 und in der Kontrollgruppe 0,66 ± 0,32. Bei der letzten Kontrolluntersuchung zeigte sich in der Behandlungsgruppe bei 5 Augen (56%) eine Visusverbesserung um ≥ 1 Snellen-Zeile, bei 2 Augen (22%) eine Visusverschlechterung und bei 2 Augen (22%) ein unveränderter Visus im Vergleich zu Behandlungsbeginn. In der Kontrollgruppe wurde bei der letzten Untersuchung bei 5 Augen (31%) eine Visusverbesserung, bei 10 Augen (63%) eine Visusverschlechterung und bei 1 Auge (6%) ein gleichbleibender Visus festgestellt (ChiSquare Test, p=0,053). Hinsichtlich des Visus kam es weder zwischen beiden Gruppen, noch im Vergleich zu Behandlungsbeginn zu einer signifikanten Veränderung. Die Patienten der Behandlungsgruppe erhielten durchschnittlich 2 ± 1,2 Bevacizumabinjektionen. Es traten keine Behandlungskomplikationen auf. Bei keiner der beiden Gruppen kam es zu einer signifikanten Netzhautdickenveränderung des zentralen 1 mm Feldes.
Schlussfolgerungen
Die Behandlung von IPT Typ 2 mittels einer intravitrealen Bevacizumabtherapie zeigt auch über einen Zeitraum von 32 Monaten eine zwar statistisch nicht-signifikante, aber positive Wirkung auf den Visus. Allerdings müssen die Ergebnisse dieser Pilotstudie noch in einer randomisierten prospektiven Studie mit größerer Patientenanzahl geprüft werden.

 
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