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Abstract

FR.20.06

Makuläre Teleangiektasien (MACTEL)-Verteilungsmuster des makulären Pigments und Reaktion auf Supplementation

Meike Brigitte Zeimer, Björn Padge, Georg Spital, Albrecht Lommatzsch, Daniel Pauleikhoff
Augenabteilung am St. Franziskus-Hospital, Münster

Hintergrund
Im Rahmen klinischer Untersuchungen wurde festgestellt, dass bei Patienten mit idiopathischen makulären Teleangiektasien  Typ 2 (IMT2) die Verteilung des Makulapigments (MP) stark abweicht von der gesunder Personen. Analysen des Verteilungsmusters des MP  zeigen verschiedene Stadien der Veränderungen, die auch das Ausmaß der teleangiektatischen Veränderungen widerspiegeln. Kann die Menge und das Verteilungsmuster des MP supplementativ verändert werden? Zeigen sich hierbei individuelle Unterschiede?
Methode
11 Patienten mit Typ 2 Teleangiektasien wurden mit 12mg Lutein(L) und 0,6 mg Zeaxanthin (Z) (Ocuvite Lutein AMD) tgl. supplementiert. Es wurden alle 3 Monate L- und Z- Level im Serum, Visus, Fundusbefund, Mikroperimetrie, optische Cohärenztomographie (OCT) sowie die MP Konzentration mittels Autofluoreszenz (AF) bei Verwendung zweier (488nm mit Absorption durch MP, 514nm kaum Absorption durch MP) Wellenlängen analysiert. Nach 9 Monaten wurde die Supplementation gestoppt und noch 1 mal im Abstand von 3 Monaten die o.g. Daten erhoben.
Ergebnisse
Die Reaktion auf Supplementation war abhängig vom Ausgangsmuster des MPs: War die zentrale Ansammlung von MP ähnlich wie beim Gesunden noch vorhanden (mit segmentaler relativer MP Reduktion im Bereich der in der Früh- und Spätphase der Angiographie auffälligen temporalen juxtafoveolären Region: MP Klasse 1), kam es zentral bei 0.5°, mittelperipher bei 2° und peripher bei 5-6° Exzentrizität  zu einer Zunahme der MP Konzentrationen. In MP Klasse 2, mit niedrigen Ausgangskonzentrationen an MP zentral, kam es unter der Supplementation zu einer Anreicherung peripher, geringfügig auch mittelperipher, nicht jedoch zentral. Beim Ausgangs- MP Muster entsprechend MP Klasse 3 mit scheibenförmiger relativer Reduktion des MP mit umgebendem Halo aus MP reicherte sich das MP lediglich peripher an.
Schlussfolgerungen
Die Konzentration an MP nahm jeweils ausschließlich in der Lokalisation zu, in der vor Beginn der Supplementation noch MP vorhanden war. Degenerative Prozesse, die zu Störungen im Transport und der Einlagerung von L und Z führen, könnten maßgeblich an der Entstehung der Erkrankung der IMT 2 beteiligt sein.

 
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