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Abstract

FR.20.10

Selektive Retina Therapie bei akuter Retinopathia centralis serosa.

Carsten Klatt1, Mark Saeger1, Till Oppermann1, Erk Poerksen2, Jost Hillenkamp1, Johann Roider1
1Augenklinik, Campus Kiel, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Kiel, 2Hamburg

Hintergrund
Die Untersuchung der Wirksamkeit der Behandlung akuter Retinopathia centralis serosa (RCS) mit Selektiver Retina Therapie (SRT).
Methode
Prospektive randomisierte Studie mit 30 Patienten mit seit mindestens drei Monaten bestehender bisher unbehandelter akuter RCS mit subretinaler Flüssigkeit. 14 Patienten wurden mit SRT (Nd:YLF-Laser, 527 nm, gepulst, Pulsdauer 1,7 μs, 100 Hz, Energie 100–370 μJ) behandelt. 16 unbehandelte Patienten dienten als Kontrolle. Vor SRT sowie 3 Monate nach SRT wurde der best-korrigierte ETDRS-Visus (BCVA) bestimmt, der maximale Abstand zwischen äusserer Netzhaut und retinalem Pigmentepithel (RPE) im Bereich der subretinalen Flüssigkeit wurde mit OCT gemessen und die Leckage subretinaler Flüssigkeit wurde mit Fluoreszenzangiographie (FAG) beurteilt.
Ergebnisse
In der Behandlungsgruppe stieg der mittlere BCVA 3 Monate nach SRT um signifikant mehr Buchstaben an als in der Kontrollgruppe: 11,8 (Standardabweichung, SD=6,9) vs. 6,3 (SD=8,9) (p=0,04). Der maximale Abstand zwischen äußerer Netzhaut und RPE nahm in der Behandlungsgruppe im Mittel signifikant mehr ab als in der Kontrollgruppe: 140,4 μm (SD=179,4) vs. 41,3 μm (SD=147,8) (p=0,03). Nach 3 Monaten war bei 9 von 14 Patienten in der Behandlungsgruppe und 6 von 15 Patienten in der Kontrollgruppe im FAG keine Leckage subretinaler Flüssigkeit mehr nachweisbar.
Schlussfolgerungen
Im Vergleich zum Spontanverlauf beschleunigt SRT die Erholung der Sehschärfe und die Resorption subretinaler Flüssigkeit bei akuter RCS. Unerwünschte Nebeneffekte wurden nicht beobachtet.

 
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