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Abstract
FR.21.01
Anti-VEGF-Therapie bei retinalen angiomatösen Proliferationen (RAP) mit assoziierter seröser Pigmentepithelabhebung im Rahmen der AMD
Albrecht Lommatzsch, Britta Heimes, Matthias Gutfleisch, Georg Spital, Daniel Pauleikhoff
Augenabteilung am St. Franziskus-Hospital, Münster
Hintergrund
Die vorliegende Studie untersucht die morphologischen und funktionellen Ergebnisse nach intravitrealer VEGF-Inhibition bei serösen PE-Abhebungen bei RAP. Wir verglichen in dieser Arbeit den Effekt der VEGF-Inhibitoren Ranibizumab, Bevacizumab und Pegaptanib verglichen.
Methode
Es wurden retrospektiv die Ergebnisse von 70 konsekutiven Patienten (54w.;16m.) mit RAP assoziierter PE-Abhebung ausgewertet. 17 Pat. wurden mit Pegaptanib, 38 Pat. mit Ranibizumab und 15 Pat. mit Bevacizumab intravitreal behandelt. Nach einem initialen Behandlungszyklus wurde in 6 wöchentlichen Abständen neben dem bestkorrigierten Visus (BCVA), die Fluoreszeinangiographie (FAG), Indocyaningrün-angiographie (ICG) und die optische Kohärenztomographie (OCT) mit einem follow-up von 6 Monaten ausgewertet.
Ergebnisse
.Die mittlere Sehschärfe nach Therapie betrug 0,78 LogMAR (95%CI 0,71-0,86). Die mittlere Visusdifferenz zum Ausgangsvisus betrug nach 6 Monaten -0,07 LogMAR (95%CI-0,15-+0,004) Die im OCT gemessene zentrale Netzhautdicke verringerte sich nach Therapie im Mittel um 86,26µm(95%CI-140,85 - 31,67). Die maximale Höhe der PE-Abhebung konnte im Mittel um 0,97 Einheiten reduziert werden (95%CI-1,16-+0,79; p<0,0001) die größte Signifikanz zeigte sich nach der Behandlung mit Ranibizumab (p<0,0001). Bei 12,0% der Pat. beobachteten wir einen Einriss im Pigmentepithel (RIP).
Schlussfolgerungen
Die Gruppe der serösen PE-Abhebung bei RAP stellt innerhalb der morphologischen Formen der exsudativen AMD eine spezielle Manifestation dar. Gegenüber dem natürlichen Verlauf konnte mit allen Medikamenten eine morphologische und funktionelle Stabilisierung beobachtet werden. Die etwas besseren Resultate sahen wir bei Ranibizumab und Bevacizumab. Das Risiko einen RIP konnte nicht wesentlich verringert werden und muss in diesen Fälle bei Indikation zur VEGF-Inhibition berücksichtigt werden. |
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