DOG Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft
  English Site Suche:  
  107. DOG-Kongress Home

DOG-Kongressinformation

DOG-Kongress Bildergalerie

Grußworte
Organisation, Termine
Ablauf des Kongresses
Preise und Forschungsförderungen

Höhepunkte

Wissenschaftliches Programm
Feierliche Eröffnung
Schwerpunkte
Wissenschaftliches Programm
- Do, 24.09.09
- Fr, 25.09.09
- Sa, 26.09.09
- So, 27.09.09
- Posterausstellung
Symposien
Kurse
Firmenveranstaltungen
Satellitenprogramm

Hinweise, Informationen
Rahmenprogramm
Sponsoren, Industrie

Presseservice

Programm downloaden / drucken [PDF, 11 MB]

Vorprogramm downloaden / drucken [PDF, 3 MB]

DOG-Homepage
 

Abstract

FR.21.03

Entstehung und Prognose eines RPE-Einrisses (RIP) nach intravitrealer Anti-VEGF-Therapie bei AMD assoziierter seröser Pigmentepithelabhebung (PED)

Matthias Gutfleisch, Max Schumacher, Britta Heimes, Georg Spital, Daniel Pauleikhof, Albrecht Lommatzsch
Augenabteilung am St. Franziskus Hospital, Münster

Hintergrund
Ein RIP ist eine typische Komplikation unter Anti-VEGF-Therapie von PEDs bei exsudativer AMD. Diese Studie analysiert den Visusverlauf und morphologische Aspekte von RIPs bei PEDs, welche mit einer retinalen angiomatösen Proliferation (RAP) oder einer okkulten choroidalen Neovaskularisation (CNV) assoziiert sind.
Methode
Monozentrische, retrospektive Studie von Patienten (n=37) mit einem RIP unter der Therapie mit Bevacizumab (n=11), Ranibizumab (n=22) und Pegaptanib (n=4). Analysiert wurde der beste, korrigierte Visus und verschiedene morphologische Aspekte mittels Fluoreszeinangiographie und optischer Koherenztomographie. Die mittlere Nachbeobachtungszeit betrug durchschnittlich 88 Wochen.
Ergebnisse
Bei 23 Augen (62%) war die PED mit einer okkulten CNV, bei 14 Augen (38%) mit einer RAP-Läsion assoziiert. Der RIP trat im Mittel nach 109 Tagen (SD±100 Tage) auf. Der Visus zeigte sich nach der RIP-Entstehung bei 35% verschlechtert; im Langzeitverlauf waren es 47% (6 Monate) und 60% (12 Monate). Der Durchmesser der Läsion war nach RIP-Entstehung bei 33 Augen (84%) größer als initial. Alle Augen zeigten nach der RIP-Entstehung noch eine Rest-PED, die bei 68% geringer, bei 20% höher und bei 12% unverändert gegenüber der initialen PED war. Die Fovea war bei 35% der Rip-Augen auf dem zusammengerollten RPE lokalisiert. Diese Patienten zeigten einen signifikant besseren Visusverlauf. Bei 36 % der Patienten mit einer RAP wurde auch das unter dem RAP liegende RPE von der Retraktion betroffen. Beim Vorliegen einer okkulten CNV zeigte sich bei 87% der Augen eine Verlagerung der RPE-Flaps in Richtung der Vaskularisation.
Schlussfolgerungen
Entsteht nach einer Anti-VEGF-Therapie bei seröser PED ein RPE-Rip, so ist dies meistens mit einer schlechten Visusprognose assoziiert. Ferner bleibt oft eine Rest-PED bestehen, so dass die Beendigung der Therapie fraglich erscheint. Die Größenzunahme der Läsion nach RIP-Entstehung und die häufige Retraktion des RPE in Richtung assoziierter Vaskularisation lassen eine Kombination aus tangentialem Stress und Kontraktion durch regressive CNV als Entstehung des RPE-Rips sinnvoll erscheinen.

 
Zurück    
Seitenanfang
     
s