| |
107. DOG-Kongress Home
DOG-Kongressinformation
DOG-Kongress Bildergalerie
Grußworte
Organisation, Termine
Ablauf des Kongresses
Preise und Forschungsförderungen
Höhepunkte
Wissenschaftliches Programm
Feierliche Eröffnung
Schwerpunkte
Wissenschaftliches Programm
- Do, 24.09.09
- Fr, 25.09.09
- Sa, 26.09.09
- So, 27.09.09
- Posterausstellung
Symposien
Kurse
Firmenveranstaltungen
Satellitenprogramm
Hinweise, Informationen
Rahmenprogramm
Sponsoren, Industrie
Presseservice
Programm downloaden / drucken [PDF, 11 MB]
Vorprogramm downloaden / drucken [PDF, 3 MB]
DOG-Homepage
|
|
Abstract
FR.22.01
Schwere beidseitige Durchwanderungskeratitis nach LASIK – Fallbericht und Literaturübersicht
Stephan Linke, Christos Skevas, Gisbert Richard, Toam Katz
Universitäts-Augenklinik, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg
Ziel:
Wir berichten über einen Patienten mit schwerster beidseitiger Durchwanderungskeratitis nach bilateraler LASIK Operation und geben eine aktuelle Übersicht über die publizierten Daten.
Methoden:
Fallbericht und Literaturübersicht: ein 31 jähriger Mann stellte sich in unserer Klinik mit beidseitigen (R>L) Hornhautinfiltraten acht Wochen nach myoper LASIK Operation vor. Der Patient berichtete über eine seit Operation bestehende schwankende Sehschärfe, Blendempfinden und eine seit einigen Tagen deutliche Sehverschlechterung am rechten Auge. Die bestkorrigierte Sehschärfe betrug am rechten Auge HBW und am linken Auge 0,8. Es wurden umgehend Abstriche zum Erregernachweis aus den Infiltraten entnommen, der flap angehoben und mit Claforan + Voriconazol gespült. Die lokale Therpie bestand aus halbstündlicher Gabe von Erythromycin/Colistin (Ecolicin, Chauvin Ankerpharm), Levofloxacín (Oftaquix, Santen) und Voriconazol (VFend, Pfizer) Augentropfen (AT) therapiert. Zusätzlich wurde systemisch Ciprofloxacin (Cibrobay 2x500mg, AbZ Pharma) per os gegeben.
Ergebnisse:
Hornhaut-Abstrichkulturen ergaben u.a. Aspergillus fumigatus, Koagulase-negative Staphylokokken und wiederholt Achromobacter xylosoxidans. Initial nach flap lift, Spülung und intesiver lokal und systemischer Therapie zeigte sich eine leichte Besserungstendenz.
8 Wochen später kam es zu einer progredienten Stromaeinschmelzung mit deutlicher Schmerzsymptomatik und massiver Vorderkammerinfiltration, die trotz Vorderkammerspülungen rezidivierte. Im weiteren Verlauf wurde beidseitig eine perforierende Keratoplastik notwendig. Achromobacter xylosoxidans wurde aus beiden entnommenen Hornhäuten isoliert und die Therapie nach Antibiogramm umgestellt auf 8x Chloramphenicol/Prednisolon AT (Aquapred, Dr Winzer Pharma) und intravenös Meropenem (Meronem 3x500mg, CC-Pharma).
Zwei Monate nach Transplantation zeigten sich reizarme Transplantatverhältnisse.
Schlussfolgerungen:
Bei der Durchführung beidseitiger simultaner LASIK Operationen muß das Risiko einer bilateralen Entzündung bedacht werden.
Achromobacter xylosoxidans sollte als möglicher (seltener) Erreger einer Infektion nach LASIK berücksichtigt werden und kann, wie das Beispiel zeigt, eine Keratoplastik a chaud notwendig machen. Die Resistenz dieses Erregers gegenüber einer antimikrobiellen Therapie und die prominente Vorderkammerreaktion könnten durch die Sekretion einer extrazellulären Polymermatrix (Biofilm) verursacht sein. |
|