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Abstract

FR.22.04

Hornhaut Cross-Linking: Komplikationen und Risikofaktoren

Tobias Koller1, Michael Mrochen1,2, Hans Peter Iseli1,3, Theo Seiler1,4
1IROC – Institut für Refraktive und Ophthalmochirurgie, Zürich, Schweiz, 2Eidgenössische Technische Hochschule, Zürich, Schweiz; 3Augenklinik, Universitätsklinikum Leipzig, Leipzig, Deutschland; 4Universitätsklinik Zürich, Zürich, Schweiz

Hintergrund
Aufzählung der Komplikationsrate beim cornealen cross-linking (CXL) für primäre Keratectasie und Evaluation möglicher Empfehlungen um diese Komplikationen zu verhindern.
Methode
117 Augen von 99 Patienten, welche infolge einer verifizierten progressiven Keratectasie ein corneales cross-linking (CXL) erhielten, wurden in einer prospektiven Studie untersucht. Präoperativ, 6 und 12 Monate nach CXL wurden neben anderen Parametern die best korrigierte Sehstärke (BSCVA), Spaltlampenuntersuchung, Applanationstonometrie und Scheimpflugbilder (Pentacam) erhoben um die postoperativen Veränderungen zu doku-mentieren. Die statistischen Analysen umfassten ANOVA und U-Tests um Risikofaktoren für Komplikationen zu evaluieren.
Ergebnisse
In fast  90% der Patienten konnte ein Verlauf über 12 Monate erfasst werden. Die Komplika-tionsrate (Prozent aller Augen, welche 2 oder mehr Snellen-Linien einbüssten) lag bei 2.9% mit einem 95%-Konfidenzinterval von 0.6% bis 8.5%. Die Versagerquote des CXL (Prozent aller Augen mit Progression der Keratectasie nach CXL) war in dieser Studie 7.6%. Folgende Parameter konnten als signifikante Risikofaktoren  für Komplikationen evaluiert werden: “Alter>35 Jahre” und “präoperative BSCVA>20/25”. Präoperativer hoher Kmax-Wert (über 58 dpt) war der einzig signifikante Risikofaktor für das Versagen des CXL. Bei 7.6% der Augen konnten sterile Infiltrate und bei 2.8% zentrale Stromanarben gefunden werden..
Schlussfolgerungen
Durch angepasste Patientenselektion kann sowohl die Komplikationsrate als auch die Rate der Therapieversager bei CXL deutlich reduziert werden.

 
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