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Abstract

FR.22.06

Optische Kohärenztomographie in der Vorderabschnittsdiagnostik

Anja Viestenz, Wolfgang Behrens-Baumann

Augenklinik mit Poliklinik, Otto-von-Guericke-Universität, Magdeburg

Die optische Kohärenztomographie (OCT) ist ein in der Hinterabschnittsdiagnostik etabliertes Verfahren. Zunehmend gewinnt diese Technologie auch Bedeutung in der morphologischen Analyse und Biometrie des vorderen Augensegmentes.
Unterschiede zwischen dem Vorderabschnitts-OCT (VA-OCT) und etablierten Verfahren der Vorderabschnittsdiagnostik werden herausgearbeitet und auf die verschiedenen biometrischen Abweichungen hingewiesen. Die morphologische Analyse von Pathologien des Vorderabschnitts mittels VA-OCT erlaubt eine genaue Quantifizierung und Lokalisation – auch bei trüben Hornhautmedien. So können Iris- oder Bindehauttumoren exakt vermessen und eine Progression dokumentiert werden. Für die präoperative Planung einer Zyklopexie ist die Vermessung der Ausdehnung des Zyklodialysespaltes unerlässlich. Hier ist das VA-OCT als non-contact-Verfahren dem Ultraschall-Biomikroskop ebenbürtig. Entsteht nach Trabekulektomie eine Filterkisseninsuffizienz, so kann mit dem VA-OCT die morphologische Ursache identifiziert werden (z. B. Filterkissenzyste, vernarbtes Deckelchen) und das minimal invasive Verfahren für eine Filterkissenrevision ausgewählt werden. Limitiert ist die VA-OCT-Diagnostik aufgrund ihrer geringen Eindringtiefe sowie der Absorption des Infrarotlichtes durch Melanin und Sanguis.

 
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