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Abstract
FR.23.02
Eine neue, transkonjunktivale Nahttechnik für minimal invasive Schieleingriffe
Daniel Mojon
Abteilung für Strabologie und Neuroophthalmologie, KSSG St. Gallen, St.Gallen, Schweiz
Hintergrund
Unter minimally invasive strabismus surgery (MISS) versteht man eine Technik bei der Augenmuskeleingriffe über eine oder mehrere limbusferne konjunktivale Schlüssellochöffnungen durchgeführt werden. Um die Bindehautöffnung weiter zu reduzieren, wurde eine neue, transkonjunktivale Nahttechnik, transconjunctival suturing (TRASU), entwickelt.
Methode
In dieser prospektiven Studie wurden die ersten 20 Patienten bei denen die TRASU Technik an geraden Augenmuskeln angewendet wurde, eingeschlossen. Da bei der skleralen Verankerung die Nadel transkonjunktival herausgezogen wird, muss die Bindehaut nicht mehr direkt über der Verankerungsstelle eröffnet werden.
Ergebnisse
Im Vergleich mit der normalen MISS Technik erlaubte TRASU bei den 20 Patienten die Schnittgrösse um 31% ± 11% zu verkleinern. Intraoperativ traten keinerlei Komplikationen auf. Postoperativ konnten 19 Patienten (95%) weiterverfolgt werden. 11 von 19 Patienten (58%) wiesen am ersten postoperativen Tag nur eine minimale Bindehautrötung auf. Nach 6 Monaten blieb im Vergleich zu präoperativ der Visus und die Refraktion unverändert (für beide p>0.1).
Schlussfolgerungen
Die TRASU Technik erlaubt sklerale Muskelverankerungen ohne die Bindehaut über der Nahtstelle zu eröffnen. Dadurch lässt sich die für MISS übliche Grösse der Bindehauteröffnung um rund einen Drittel verkleinern. Da die Technik schwieriger als die übliche Muskelverankerung ist, müssen zukünftig noch grössere Fallserien nachweisen, dass die Technik nicht ein erhöhtes Penetrationsrisiko aufweist. |
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