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Abstract

SA.09.01

Klinische Ergebnisse der Femtosekundenlaser-assistierten perforierenden Keratoplastik

Florian Birnbaum, Antonia Wiggermann, Daniel Böhringer, Philip Maier, Thomas Reinhard
Universitäts-Augenklinik Freiburg

Hintergrund und Ziel:
Die Femtosekundenlaser-assistierte perforierende Keratoplastik erlaubt die Durchführung sogenannter profilierter Trepanationen. Die gebräuchlichsten Profile sind das „tophat“- und das „mushroom“-Profil.
Methoden:
Wir führten insgesamt 82 Femtosekundenlaser-assistierte perforierende Keratoplastiken durch (52 tophat und 30 mushroom Profile). Die durchschnittliche Nachbeobachtungszeit aller Patienten beträgt derzeit 4,1 Monate (Spannweite 1-12 Monate). Wir untersuchten die postoperativen Visus- und Refraktionsergebnisse, den Transplantatastigmatismus (Orbscan-Topographie), das Einheilungsverhalten, den Zeitpunkt der Fadenentfernung, das Auftreten von Komplikationen und von Immunreaktionen.
Ergebnisse:
Der mittlere Visus beträgt in der Tophat-Gruppe 0,2 und in der Mushroom-Gruppe 0,48  (alle Werte gemittelt über logMAR). Der mittlere Astigmatismus ist in der Tophat-Gruppe 5,0 Dioptrien und in der Mushroom-Gruppe 6,1 (p=0,25). Bei 2 Patienten waren bereits nach 9 Monaten alle Fäden entfernt, bei 18 Patienten waren noch ein fortlaufender Faden vorhanden und bei 61 Patienten noch beide fortlaufende Fäden. Es traten bei 2 Patienten Abstoßungsreaktionen auf.
Schlussfolgerungen:
Die Femtosekundenlaser-assistierte perforierende Keratoplastik ist eine sichere Operationsmethode. Die funktionellen und refraktiven Ergebnisse sind bislang mit denen nach konventioneller Trepanation vergleichbar. Es ist bei der Tophat-Technik möglich, zu einem früheren Zeitpunkt eine komplette Fadenentfernung durchzuführen und damit eine schnellere endgültige Visusrehabilitation zu erreichen. Eine endgültige Beurteilung der Methode ist erst nach Entfernung aller Fäden in einer größeren Patientengruppe möglich.

 

 
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