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Abstract

SA.09.11

Untersuchung der Abflußfaszilität, Tonometrie und Hornhautdicke nach posteriorer lamellärer Keratoplastik (DSEK)

Katharina Weller, Jan Darius Unterlauft, Franz Grehn, Gerd Geerling
Universitäts-Augenklinik Würzburg

Hintergrund
Ein erhöhter intraokulärer Druck (IOP) ist eine häufige Komplikation nach peforierender Keratoplastik und kann aufgrund einer reduzierten Abflußfaszilität begründet sein. Die posteriore lamelläre Keratoplastik mit manuell disseziertem Spendermaterial (DSEK) ist eine neue lamelläre Operationstechnik und ist mit einem wahrscheinlich geringeren Risiko behaftet zu einem postoperativen Druckanstieg zu führen. In einer klinischen prospektiven Studie wurde der IOP, die Hornhautdicke sowie die Abflußfaszilität untersucht.
Methode
Bei 13 Augen (13 Patienten) wurden präoperativ sowie 1 Tag, 1 und 6 Wochen, sowie 3, 6 und 12 Monate postoperativ der IOP mit der Goldmann Applanationstonometrie  (GAT) sowie der Dynamischen Kontur Tonometrie (DCT) bestimmt. Zudem wurde die Abflußfaszilität mit Hilfe des Schiötz Tonometers ermittelt. Die Hornhautdicke wurde mit dem Haag Streit Pachymeter bestimmt.
Ergebnisse
Der IOP stieg signifikant von präoperativ 13,5 ± 3,3 mmHg gemessen mit GAT (DCT: 14,7 ± 3,2 mmHg) auf 16,3 ± 5,2 mmHg (DCT: 17,2 ± 4,6 mmHg) 3 Monate nach der OP und auf 15,3 ± 3,7 mmHg (DCT: 15,6 ± 4,1 mmHg) 1 Jahr postoperativ an (p=0,04). Die Abflußfaszilität (C-Wert) stieg signifikant von 0,20 ± 0,03 präoperativ auf 0,24 ± 0,04 nach 3 Monaten (p=0.0008) und 0.28 ± 0,05 (mm3/ΔmmHg/min) nach 1 Jahr (p=0.0005). Die mittlere Hornhautdicke nahm von 647 ± 60 μm präoperativ auf 586 ± 59 μm nach 1 Jahr ab (p=0.04).
Schlussfolgerungen
Obwohl die Ergebnisse der Untersuchungen der DSEK eine verbesserte Abflußfaszilität zeigen, zeigen die Druckessungen, sowohl mit GAT als auch mit DCT, einen erhöhten IOP während des ersten postoperativen Jahres. Dieses Paradoxon könnte auf eine zunehmende postoperative Minimierung des kornealen Ödems zurückzuführen sein, die dann eine erhöhte Hornhautrigidität nach sich zieht. Diese erhöhte Steifheit der Hornhaut, bei der es zu einer höhren Kräfteübertragung kommt, könnte die erhöhten IOP Messungen und die erhöhte Abflußfaszilität begründen.

 
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