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Abstract
SA.10.02
Langzeitergebnisse der Behandlung komplizierter PVR-Ablationes durch primäre pars-plana-Vitrektomie und Endotamponade mit Densiron 68®
Heinrich Gerding, Vlassios Loukopoulos, Juliane Riese, Lars Hefner, Conny Meier, Zoi Liampa, Melanie Timmermann
Augenzentrum Klinik Pallas, Department of Retinology, Olten, Schweiz
Hintergrund
Analyse der anatomischen und funktionellen Ergebnisse sowie der auftretenden Komplikationen in Augen mit einer komplizierten PVR-Ablatio, die primär durch ppVitrektomie mit schwerer Densiron 68®-Endotamponade behandelt wurden.
Methode
Densiron 68® wurde in 26 Augen (26 Patienten, 16 männlich, 10 weiblich, Altersmedian: 61.5, Spannweite 13 – 91 Lebensjahre) mit einer PVR-Ablatio zur primären Versorgung verwendet. 2 Augen wiesen ein PVR Stadium A, 6 Augen ein Stadium B, 17 ein Stadium C1-C3 und 1 Auge ein Stadium D1 auf. Bei 22 von 26 Augen war die Fovea komplett abgehoben, 6 Augen wiesen eine partielle foveale Netzhautablösung auf. In keinem der behandelten Augen wurde eine eindellende Maßnahme mit der primären Versorgung kombiniert. Die Entfernung von Densiron 68® erfolgte im Median nach 62 Tagen (Spannweite 17 bis 99 Tage). Bei 23 der 26 Augen wurde bei der Entfernung von Densiron eine mild dosierte Cerclage aufgenäht. Die mittlere Nachbeobachtungszeit betrug 15.1±12.1 Monate (Median 11.3, Spannweite 3-43 Monate).
Ergebnisse
Eine komplette Netzhautanlage wurde primär bei 26 der 26 operierten Augen erreicht. In einem Fall entwickelte sich während der Tamponadezeit eine schwere PVR-Reaktion mit erneuter Ablatio. Bei 3 der 26 Augen stellte sich nach Densiron-Entfernung zentral der Cerclageimpression eine umschriebene traktive Ablatio ein, die erfolgreich nachbehandelt wurde. Zum Ende der Nachbeobachtungszeit lag bei 23 von 26 ein vollständige Netzhautanlage, bei 3 Auge eine limitiere Ablatio anterior oder auf dem Cerclagewall vor. Der LogMar-Visus verbesserte sich von präoperativ 1.2±0.96 (Median 0.8) auf 0.79±0.49 (Median 0.72) nach 3 Monaten, 0.64±0.38 (Median 0.64) nach 6 Monaten und 0.44±0.34 (Median 0.30) nach 12 Monaten. 16 der 17 phaken Augen entwickelten eine sekundäre Linsentrübung (15 davon primär subkapsulär). Dispergiertes Densiron war in 10 von 26 Augen im Vordersegment feststellbar; in einem Fall in Form eines erheblichen inversen Pseudohypoyons. 19 von 26 Augen erhielten eine antiglaucomatöse Behandlung während der Densiron-Standzeit; bei 6 Augen erfolgte diese bis zum Ende der Nachbeobachtung. Persistierende Hypertonien traten nicht ein.
Schlussfolgerungen
Die Ergebnisse dieser Studien zeigen, dass die Verwendung von Densiron zur primären Versorgung von komplizierten Netzhautablösungen effektiv und sicher ist und mit relativen guten funktionellen und anatomischen Langzeitergebnissen einhergeht. |
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