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Abstract

SA.13.03

Johann Gottfried Zinn (1727-1759) – Botaniker, Anatom und Ophthalmologe

Peter Watson
Cambridge, United Kingdom

Ziel: Vor dem Hintergrund des kurzen Lebens von Johann Zinn wird die Bedeutungg seines Werkes für die Behandlung von ischaemischen Augenveränderungen dargestellt.
Methode: Zinns Werk wird anhand seiner Bücher und der darin enthaltenen Illustrationen verfolgt. Die Genauigkeit dieser Beobachtungen wird an den Ergebnissen moderner Bildgebungsverfahren gemessen.
Ergebnisse: Zinn studierte Medizin in Ansbach, Mittelfranken, dann in Göttingen wo er unter Haller promovierte. Darauf widmete er sich in Berlin anatomischen und botanischen Studien. 1753 wurde er zum Professor für Medizin und zum Direktorr des botanischen Garten nach Göttingen berufen. 1755 publizierte er seine „Descriptio Anatomiva Oculi Humani“. Dieses von Joel Paul Kaltenhofer hervorragend illustrierte Werk war die erste richtige Beschreibung der Strukturen, welche noch heute die Namen „Zinn/Haller’scher Gefässkranz des N. optikus“, „Annulus Zinnii“ für den Ursprung der Augenmuskeln und „Zonula Zinnii“ für die Haltefasern der Linse tragen. Linneus würdigte Zinns botanisches Werk, indem er die 24 Zinnia-Arten nach ihm benannte.
Moderne Bildgebungsverfahren zeigen eine grosse Übereinstimmung mit den von Kaltenhofer stammenden Illustrationen der Strukturen, welche Zinns Namen tragen. Kenntnis
der Anatomie und Topographie der Gefässe sind Voraussetzung für das Verständnis der Mechanismen ischämischer Veränderungen im N. optikus und der Chorioidea und beeinflussen Therapie-Entscheidungen.
Schlussfolgerungen: Zinns anatomische Beobachtungen werden zunehmend wichtiger seit Möglichkeiten der Therapie ischaemischer Erkrankungen des Auges in Reichweite gelangen

 
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