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Abstract
SA.16.02
Effekte der intravitrealen Anti-VEGF-Therapie mit Ranibizumab auf choroidale Neovaskularisationsmembranen im Spectralis-OCT
Carsten Framme1, Georgios Panagakis1, Karsten Hufendiek1, Reginald Birngruber2
1Universitäts-Augenklinik, Klinikum der Universität Regensburg, Regensburg; 2Medizinisches Laserzentrum Lübeck, Universität Lübeck
Hintergrund
Es ist unklar, ob eine Anti-VEGF-Therapie im Rahmen der feuchten AMD eine Regression der choroidalen Neovaskularisationsmembranen (CNV) induzieren kann oder lediglich ein weiteres Wachstum stoppt. Ziel dieser Studie war daher die qualitative und quantitative Bewertung der CNV-Struktur im Spectralis-OCT.
Methode
In 53 von 60 Augen war eine prospektive CNV-Beurteilung anhand von OCT-Bildern (Heidelberg Engineering) möglich. Neu diagnostizierte CNVs (klassisch: n=12; okkult: n=36; minimal klassisch: n=5) wurden vor und 4 Wochen nach standardmäßigem dreimaligen Upload mit Ranibizumab kontrolliert. Sowohl eine qualitative Beurteilung als auch eine quantitative Messung (maximaler Durchmesser und maximale Dicke der CNV) war über die Nutzung der Heidelberg Eye Explorer Software möglich. Eine statistische Analyse wurde mittels des T-Tests (SPSS for Windows 15.0) durchgeführt.
Ergebnisse
Klassische CNV-Anteile lagen jeweils oberhalb des RPE/Photorezeptor-Kompexes, okkulte Anteile darunter. In 62% aller postoperativen OCTs ergaben sich trockene Netzhautverhältnisse, in 25% zeigte sich eine Reduktion des Ödems und in 13% konnte keine Veränderung festgestellt werden. In der qualitativen Beurteilung zeigte sich die CNV-Struktur unverändert in 79%, in 19% ergab sich eine Dickenreduktion und in 2% wurde die CNV größer (n=1). Der gemessene mittlere Durchmesser der CNVs blieb – unabhängig von retinalem Ödem - unverändert (präoperativ: 2961µm; postoperativ: 2946µm), auch in den drei Untergruppen (klassische CNV: p=0.307; okkulte CNV: p=0.472; minimal klassische CNV: p=0.116). Die mittlere CNV-Dicke hingegen reduzierte sich signifikant von 203µm auf 175µm (p=0.000). Bei CNVs mit klassischer Komponente (n=17) kam es zu einer Regression von 266µm auf 208µm (p=0.001); bei okkulten CNVs hingegen reduzierte sich die Dicke nicht signifikant lediglich von 174µm auf 158µm (p=0.060).
Schlussfolgerungen
Mit dem Spectralis-OCT ist eine zweidimensionale Größenbestimmung von CNVs vor und nach Ranibizumab-Behandlung möglich. In nur einem Fall wurde eine Vergrößerung der CNV gesehen, in 80% ergab sich unabhängig von retinalem Ödem keine grundlegende Änderung der CNV-Struktur. Die quantitativen Messungen ergaben eine stabile Größe der okkulten CNVs und lediglich eine Dickenreduktion bei klassischen CNV-Komponeten. Eine Ranibizumab-Therapie stoppt das CNV-Wachstum, führt aber zu keiner Regression insbesondere der okkulten Anteile der CNV. |
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