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Abstract

SA.16.05

Die Wirksamkeit von Ranibizumab vs. Bevacizumab bei Patienten mit exsudativer altersbedingter Makuladegeneration

Mehrdad Attaran, Fariba Mohammadi-Rad, Burkhard Wiechens
Augenklinik, Klinikum Region Hannover Nordstadt, Hannover

Hintergrund
Ziel der Studie ist es, die Wirksamkeit von Ranibizumab im Vergleich zu Bevacizumab auf den Erhalt des Visus und die Reduktion der Netzhautdicke bei Patienten mit exudativer altersbedingter Makuladegeneration (eAMD) zu bestätigen.
Methode
Für diese retrospektive Studie wurden 175 Patienten (Ranibizumab 97; Bevacizumab 77) ausgewertet und nachuntersucht. Das durchschnittliche Alter in der Ranibizumab-Gruppe lag bei 79,2 Jahren und in der Bevacizumab-Guppe bei 81 Jahren. Bei jedem Patient wurde eine klinische Untersuchung, optische kohärenz-Tomographie (OCT) sowie eine Fluorescein-Angiographie durchgeführt. Die intravitreale Injektion von Lucentis® (0,5mg) und Avastin® (1,25mg) fand unter sterilen Bedingungen nach Applikation von Scandicain Gel und Betadine Lösung statt.
Ergebnisse
Nach durchschnittlich 4 Injektionen kam es bei der Ranibizumab-Gruppe zu einer Erhöhung der Sehschärfe um 57% im Vergleich zur Bevacizumab-Gruppe um 47%, einer Stabilisierung um 22% gegenüber 22,5% und einer Verschlechterung bei ebenfalls 21%, die 30,5% bei der Bevacizumab-Gruppe gegenüberstehen.
Weiterhin zeigte sich eine Reduktion der durchschnittlichen Netzhautdicken im Vergleich zum Ausgangsbefund in der Ranibizumab-Gruppe um 120,4µm und in der Bevacizumab-Gruppe um 98,9µm. Es wurden keine signifikanten Nebenwirkungen festgestellt. Die häufigsten okulären Beschwerden waren vorübergehende conjunktivale Hämorrhagien, Glaskörpertrübungen und Augenschmerzen. Die Rate der schwerwiegenden Komplikationen wie Netzhautablösungen, Katarakten sowie RPE-Rips war denen in anderen Studien vergleichbar.
Während dieser Zeit wurden keine signifikanten nicht okulären Ereignisse festgestellt. Das thromboembolische Risiko lag unter 2% (0,013).
Schlussfolgerungen
Der Vergleich intravitrealer Injektionen von Ranibizumab und Bevacizumab belegte für beide Wirkstoffe eine signifikante Besserung der Sehschärfe und Reduktion der Netzhautdicke. Dabei zeigte sich eine leichte statistisch signifikante Besserung zu Gunsten Ranibizumabs. Diese positiven Ergebnisse wurden mit einer geringen Rate von okulären Komplikationen bei den Patienten erreicht. Kontrollierte Studien sind erforderlich, um potentielle Unterschiede zwischen Bevacizumab und Ranibizumab zu erfassen.

 
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