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Abstract
SA.16.06
Effekt von intravitrealem Bevacizumab auf die RPE-Abhebung bei okkulter CNV
Mira Ruppenstein, Thomas Ach, Alexandra Eva Höh, Stefan Dithmar
Universitäts-Augenklinik Heidelberg
Hintergrund
Ziel war die Beurteilung des therapeutischen Effekts von intravitreal verabreichtem Bevacizumab auf die Abhebung des retinalen Pigmentepithels (RPE) bei okkulter choroidaler Neovaskularisation (CNV) im Rahmen der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD).
Methode
Bei 71 Augen mit RPE-Abhebung und begleitender intra-/subretinaler Flüssigkeit (IRF) bei occulter CNV wurden 1,25 mg Bevacizumab intravitreal appliziert. Anfangs- und Folgeuntersuchungen (6-8 Wochen) umfassten die Bestimmung des bestkorrigierten Visus (EDTRS), eine komplette ophthalmologische Untersuchung und ein Stratus-OCT. Re-injektionen wurden bei persistierender IRF, Zunahme der RPE-Abhebung oder bei Visusverlust (>1 Zeile) durchgeführt. Änderungen der Höhe und des Volumens der RPE-Abhebung wurden mit einer computergestützten Software bestimmt.
Ergebnisse
71 Augen von 67 Patienten (22 männlich, 45 weiblich, 75,8 ± 6,4 Jahre) erhielten innerhalb von 39.4 ± 26.6 Wochen 3 ± 1.8 Injektionen. Bei der letzten Vorstellung zeigte sich bei stabilem Visus (0.53 ± 0.28 logMAR vs. 0.54 ± 0.45 logMAR; p=0.86) eine Reduktion der Höhe (303 ± 183 µm vs. 260 ± 185 µm; p=0,055) und ein vermindertes Volumen der RPE-Abhebung (750 ± 673 µl vs. 710 ± 730 µl; p=0,66). 54 % zeigten bei der letzten Vorstellung im Vergleich zum Ausgangsbefund eine Reduktion der Höhe der RPE-Abhebung (Gruppe 1; p=0.01), während in 46 % die Höhe gleich blieb oder anstieg (Gruppe 2; p<0.001). Gruppe 1 hatte verglichen mit Gruppe 2 bei Erstuntersuchung einen signifikant schlechteren Visus (0.60 ± 0.26 logMAR vs. 0.44 ± 0.26 logMAR; p=0.008), eine signifikant höhere Abhebung (356 ± 180 µm vs. 241 ± 170 µm; p=0.003) und ein signifikant größeres Volumen (911 ± 683 µl vs. 564 ± 621 µl; p=0.003) der RPE-Abhebung. Die Visusentwicklung ergab in beiden Gruppen keine signifikante Änderung im Verlauf (Gruppe 1, p=0.135; Gruppe 2, p=0.836) und korrelierte dabei nicht mit der Ab-/Zunahme der RPE-Abhebung (r=-0.94, p=0.434). In vier Augen (5,6 %) flachte die RPE-Abhebung im Verlauf der Therapie komplett ab.
Schlussfolgerungen
In dieser retrospektiven Datenanalyse kam es bei ca. der Hälfte der Patienten zu einem Rückgang der RPE-Abhebung. Insbesondere bei ausgeprägten RPE-Abhebungen kann eine Abflachung infolge der Bevacizumab-Therapie erfolgen. Mit intravitrealen Bevacizumab-Injektionen kann der Visus stabilisiert werden, die Verringerung der RPE-Abhebung ist aber nicht mit einem Visusanstieg korreliert. |
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