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Abstract

SA.16.07

12 Monats Ergebnisse des PRONTO-Schemas bei der Anti-VEGF-Therapie der AMD im klinischen Alltag

Britta Elisabeth Heimes, Albrecht Lommatzsch, Jan Christian Goebel, Matthias Gutfleisch, Georg Spital, Meike Brigitte Zeimer, Daniel Pauleikhoff
Augenabteilung am St. Franziskus-Hospital, Münster

Hintergrund
Die Anti-VEGF-Therapie ist zur Behandlung der exsudativen AMD etabliert. Ist die Effektivität des Behandlungsprinzips durch große Phase III-Studien gut belegt, so müssen die Parameter für die klin. Anwendung, das Monitoring u. die Einschätzung der Behandlungsprognose sowie deren Erfolg über einen längeren Zeitraum noch definiert werden.
Methode
Bei 128 Patienten mit exsudat. AMD (104 okkulte CNV mit recent disease progression, 24 klass. CNV) wurde unter einer Injektionstherapie (zunächst 3 Inj., bei Aktivität neuerlich je 3 Inj. Gemäß dem PRONTO Schema) mit Ranibizumab (Lucentis) neben dem angiograph. Befund Visus, Mikroperimetrie (Nidek), OCT (Zeiss, Spectralis HRA) u. die foveoläre Autofluoreszenz (AF innerhalb eines Radius von 500 µm um die Fovea, HRA) über ein mittleres Follow-up von 65 Wochen dokumentiert.
Ergebnisse
Zeigte sich anfänglich ein Anstieg des Visus in 58,6% nach 3 Monaten um im Mittel 0,13 logMAR, so ergab der Langzeitverlauf trotz Re-Injektionen (Ø 4,9 Inj. in 12 Monaten) einen neuerlichen Visusabfall um Ø 0,16 logMAR. Korrespondierend hierzu zeigte sich eine signifikante erneute Netzhautverdickung um Ø 49 µm im OCT nach 52 Wochen gegenüber der Reduktion nach 12-Wochen. Insbesondere bei Patienten mit anfänglich veränderter AF war eine schleichende Visusminderung nach 12 Monaten zu beobachten, welche auch unter den initialen Visus absank, während bei initial unauffälliger AF häufiger der Visus stabil blieb (p<0,001).
Schlussfolgerungen
Eine Injektionsbehandlung gemäß dem PRONTO-Schema ist im klinischen Alltag im Mittel mit einer schleichenden langfristigen Visusminderung assoziiert. Eine mögliche Unterbehandlung sowie eine initiale RPE- und/oder Netzhaut-Schädigung scheinen negative prädisponierende Faktoren zu sein.

 
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