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Abstract

SA.16.11

Aufsättigungsphase beendet und was nun? Effiziente Kontrollen in der Erhaltungsphase von AMD-Patienten unter Anti-VEGF-Therapie

Carsten H. Meyer
Universitäts-Augenklinik Bonn

In der Anti-VEGF-Therapie sind unsere Entscheidungswege in der Erhaltungsphase von den Ergebnissen der Phase II/III Zulassungsstudien von Ranibizumab stark beeinflusst. AMD-Patienten mit einer frischen CNV werden initial mit drei konsekutiven intravitrealen Injektionen im Abstand von 4 Wochen behandelt (Aufsättigungsphase). Danach schließt sich die Erhaltungsphase an, in der erneute Injektionen bei erneutem Visusabfall, einer Zunahme der Netzhautdicke oder Progression der Erkrankung erfolgen sollten. Die Ergebnisse der MARINA-, ANCHOR- und EXCITE-Studie haben gezeigt, dass monatliche Injektionen in der Erhaltungsphase zu den besten Ergebnissen führen. Auf der anderen Seite haben uns PIER- und EXCITE-Studie gelehrt, was es bedeutet wenn nach der Aufsättigungsphase das Beobachtungsintervall zu großzügig gewählt wird. Bei quartalweisen Kontrollen kommt es zu einer undulierenden Zunahme der Netzhautdicke und damit konsekutiven Abnahme der Sehkraft über 12 Monate. Die PrONOTO-, SUSTAIN- und EXCITE-Studie haben wiederholt belegt, dass neben dem Visus auch andere anatomische Parameter wie die zentrale Netzhautdicke im OCT wichtige Kriterien bei der Wiederbehandlung sind, um den initial gewonnenen Visus zu halten.
Sowohl bei der initialen Untersuchung als auch bei weiteren Kontrollen sind eine Reihe von stringenten Daten erforderlich, welche die Entscheidung für oder gegen erneute Injektionen stützen. Eine überschaubare Dokumentation gehört zu den essentiellen Voraussetzungen für eine effiziente Patientenbetreuung in der Erhaltungsphase. Mit dem neuen „elektronischen Bonner Verlaufsbogen“ können alle wichtigen Kernbefunde aus Visus, Angiographie und OCT der Verlaufsbeobachtung übersichtlich zusammengefasst, dokumentiert und am Bildschirm analysiert werden. Eine direkte Anbindung des Verlaufsbogens an das HRA-Spectralis-OCT bietet eine sofortige Analyse aller digital gespeicherten Fundus- und OCT-Bilder. Die digital gespeicherten Daten können statistisch ausgewertet, an Kollegen gesendet werden und machen den Untersucher unabhängig von Papierakten.
Um den Erfolg der Anti-VEGF-Therapie zu gewähren, ist ein systematisches Monitoring mit übersichtlicher und transparenter Dokumentation in monatlichen Intervallen erforderlich. Eine enge Kooperation von Patient, niedergelassenem Kollegen und Kliniken mit modernen elektronischen Kommunikationsmitteln ist für eine zeitnahe und effiziente Behandlung der AMD-Patienten in der Anti-VEGF-Therapie essentiell. 

 
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