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Abstract
SA.17.01
Minimalinvasive Chirurgie bei malignen und semimalignen Lidtumoren
Peter Breil1, I. Tischoff2, H. Burkhard Dick1
1Universitäts-Augenklinik, Knappschaftskrankenhaus, Bochum; 2Institut für Pathologie an der Ruhr-Universität Bochum
Ziel: Die Therapie maligner und semimaligner Lidtumore erfordert häufig ein radikales chirugisches Vorgehen mit funktionellen und kosmetischen Einbussen.
Methode: In allen Fällen mit malignen Lidtumoren wurde initial mit max. 10 mm histologisch gesichertem Abstand exzidiert. Sämtliche Basaliome wurden mit lediglich 1 mm Abstand zum sichtbaren Tumorrand exzidiert.
Nachreseziert wurden überwiegend schmale Streifen kleiner 2 mm. Die plastische Rekonstruktion erfolgte je nach Defektgrösse durch Lidkantenreadaptation mit Kanthotomie oder durch freie tarsomarginale Transplantate, Hautverschiebelappenplastik und Lidwinkelrekonstruktion.
Ergebnisse: In 3 Jahren trat bisher lediglich bei einem Patienten mit Basalzellkarzinom ein Rezidiv auf. Die anderen Patienten waren rezidivfrei. Lidfehlstellungen wurden postoperativ nicht beobachtet.
Schlussfolgerungen: Wir empfehlen bei malignen und semimalignen Lidtumoren ein mehrzeitiges Vorgehen mit initialen Sicherheitsabständen von max. 1 cm bei malignen und 1 mm bei semimalignen Tumoren.
Durch Nachexzision schmaler pentagonaler Lidkeile und sequentielle plastische Rekonstruktion konnte in allen Fällen ein funktionell und kosmetisch recht zufriedenstellendes Ergebnis erzielt werden. Lediglich ein Rezidiv wurde bisher beobachtet. |
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