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Abstract

SA.17.02

Lebensqualität nach Lidtumorresektion

Sarah Pfrommer1, Verena Engelmann1, Mounira J. Dridi1, Chris Patrick Lohmann1, Ralph-Laurent Merté2
1Klinik und Poliklink für Augenheilkunde, Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München, München; 2Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Münster, Münster

Hintergrund
Die Standardtherapie maligner Lidtumoren besteht in der operativen Resektion und ggf. anschließenden plastischen Rekonstruktion. Für den Erfolg des operativen Ergebnisses ist die histologisch gesicherte R0-Resektion das primäre Behandlungsziel. Langfristig gewinnt das ästhetische Ergebnis für den Patienten an Bedeutung und ist ein entscheidendes Kriterium für die postoperative Lebensqualität. Daher ist eine Evaluierung der Lebensqualität der Patienten nach operativer Entfernung eines Lidtumors und ggf. anschließender plastischen Deckung sinnvoll und Ziel dieser Studie.
Methode
Es wurde ein Fragebogen auf der Grundlage des NEI VFQ-25 (National Eye Institute Visual Functioning Questionnaire) entwickelt. Der Fragebogen wurde von insgesamt 73 Patienten beantwortet, die in der Zeit von 2005 bis 2008 an einem malignen Lidtumor operiert wurden.
Ergebnisse
Der Gesundheitszustand im Allgemeinen wurde von 86,3% der Patienten als gleichbleibend gut wie vor einem Jahr oder besser beurteilt. Mit ihrem Leben zufrieden bis sehr zufrieden waren 93,06% der befragten Patienten.
Bezüglich ihrer Aktivität waren 83,56% der Patienten durch den operativen Eingriff nie bis selten eingeschränkt. Die sozialen Kontakte haben sich bei 82,19% der Patienten nicht verändert.
Das äußere Erscheinungsbild beurteilten 83,56% der Patienten als gleichbleibend oder nur gering verändert, allerdings belastet es 16,44% der Patienten. Mit dem ästhetischen Ergebnis insgesamt waren 68,49% der Patienten  zufrieden bis sehr zufrieden.
Schlussfolgerungen
Die Auswirkung des operativen Eingriffes auf den Gesundheitszustand und die Gesamtzufriedenheit der Patienten ist gering. Bezüglich des äußeren Erscheinungsbildes waren keine signifikanten Einschränkungen zu evaluieren. Schlussfolgernd konnten wir anhand dieses Patientengutes keine signifikante Einschränkung der Lebensqualität nach operativer Entfernung eines malignen Lidtumors festhalten.

 
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