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Abstract

SA.17.04

Vergleich rekonstruktiver Operationsverfahren des Lides nach Basaliomexzision anhand des ästhetischen Ergebnisses und der Komplikationsrate

Verena Engelmann, Sarah Pfrommer, Mounira J. Dridi, Johanna Piening, Chris Patrick Lohmann, Ralph-Laurent Merté
Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München, München

Hintergrund
Mit 90% der Lidtumoren ist das Basaliom der häufigste maligne Lidtumor. Als Standardtherapie des Basalioms gilt die operative Therapie. Das Primärziel der Operation ist die vollständige Resektion, wodurch häufig große Substanzdefekte entstehen, die eine plastische Deckung erfordern. Ziel dieser Studie war ein Vergleich der unterschiedlichen operativen Verfahren mit Evaluation des subjektiven ästhetischen Ergebnisses und der Komplikationsrate.
Methode
Eingeschlossen wurden 57 Patienten, die von 2005 bis 2008 aufgrund eines Basalioms der Lidhaut operativ versorgt wurden. Nach histologisch gesicherter R0-Resektion erfolgte die plastische Deckung mit einem freien Transplantat (24,6%), einer Hughes-Plastik (24,6%), einem Schwenklappen (22,8%) oder wenn möglich mit einem primären Wundverschluss (28,1%). Die Patienten wurden postoperativ im Rahmen dieser Studie untersucht, um mögliche Komplikationen zu evaluieren. Weiterhin wurden die Patienten anhand eines Fragebogens zu ihrer Zufriedenheit bezüglich des ästhetischen Ergebnisses befragt.
Ergebnisse
In der Gruppe der Schwenklappenplastiken waren ca. 30% der Patienten komplikationsfrei und nach Hughes-Plastik 21,43%. Hingegen waren nach einem freien Transplantat mit ca. 57% über die Hälfte der Patienten ohne fassbare Komplikationen und nach primärem Verschluss 43,75%. Die häufigste Komplikation war die Lidfehlstellung (Ektropium).
Das ästhetische Ergebnis war bei 92,3% der Patienten nach Schwenklappenplastik subjektiv zufrieden – bis sehr zufriedenstellend. Hingegen waren nach Hughes-Plastik nur 71,43%, nach primärem Wundverschluss 62,5% und nach freiem Transplantat 57,14% der Patienten mit dem ästhetischen Ergebnis subjektiv zufrieden bis sehr zufrieden.  
Schlussfolgerungen

Die Wahl des operativen Verfahrens hängt von der Größe, Lokalisation und den anatomischen Gegebenheiten des Defektes ab. Bezüglich der Komplikationsrate erscheint in diesem Kollektiv das freie Transplantat und der primäre Wundverschluss überlegen. Hingegen wurde das subjektive ästhetische Ergebnis des Schwenklappens mit 92,3% am besten beurteilt.
 
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