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Abstract

SA.17.07

Beitrag der Epithelverhornung zur Meibomian Gland Disease (MGD)

Erich Knop1, Nadja Knop2
1Forschungslabor der Augenklinik, CVK, Charité - Universitätsmedizin Berlin, Berlin, 2Abt. Zellbiologie in der Anatomie, Medizinische Hochschule Hannover, Hannover

Hintergrund
Meibomian Gland Disease (MGD) wird zunehmend als wichtiger Faktor in der Pathogenese der Keratokonjunktivitis und des Trockenen Auges erkannt. Reduzierte Freisetzung des Öls der Meibom Drüse am Lidrand aufgrund obstruktiver Störungen, die auf verschiedenen Ursachen beruhen können, ist die häufigste Form von MGD und möglicherweise durch eine gestörte Epithelverhornung bedingt.
Methode
Totalpräparate normaler menschlicher Konjunktivalsäcke einschließlich des Lidrandes von 10 Körperspendern in höherem Lebensalter (durchschnittliches Alter in den Mittsiebzigern) wurden in Paraffin eingebettet. Serienschnitte wurden mit verschiedenen histologischen Färbungen (einschließlich HE und Masson-Goldners Trichrom) sowie mit immunhistochemischen Färbungen für Zytokeratine gefärbt um die Epihtelverhornung zu untersuchen.
Ergebnisse
Der Ausführungsgang der Meibomdrüse öffnete sich nahe an der inneren Lidkante auf den freien Lidrand. Diese Region war noch bedeckt vom mehrschichtig verhornten Epithel der Haut. Es endete etwa in der Mittellinie zwischen den Öffnungen der Meibomdrüsen, reichte aber dort, wo eine Öffnung im Anschnitt war, um diese herum. Nach tarsal hin endete das verhornte Epithel abrupt und ging in die Haut-Schleimhautgrenze über. In der Histologie war die Öffnung der Meibomdrüse typischerweise 100µm im Durchmesser. Ein 6-schichtiges verhorntes Plattenepithel setzte sich im terminalen Segment des zentralen Ausführungsganges fort. Es bildete häufig abgeschilferte Hornlamellen, die im Lumen des Ausführungsganges lagen. Weiter innen bildete der zentrale Gang typischerweise eine erweiterte Ampulle mit einem 3-4 schichtigen Plattenepithel das einzelne Keratohyalingranula in der oberen Schicht enthielt. Immunhistochemisch endeten die konjunktivalen Zytokeratine CK19 und CK4 vor der Hautschleimhautgrenze. Das Hautkeratin CK10 setzte sich von der Oberfläche des freien Lidrandes in den Ausführungsgang fort und umgab die Öffnung komplett.
Schlussfolgerungen
In höherem Lebensalter, bei dem sich eine erhöhte Inzidenz von Meibomian Gland Disease findet, enthält der terminale Ausführungsgang der Meibomdrüse oft Keratinlamellen und auch das weitere Gangepithel zeigt eine Verhornungspotenz, was insgesamt zu einer Stase des Meibomsekretes beitragen kann.

 
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