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Abstract

SA.20.07

2-Jahres Ergebnisse der Transplantation von autologen und allogenen kultivierten Limbusepithel

Daniel Meller, Mikk Pauklin, Henrike Westekemper, Nina Niederdräing, Thomas Fuchsluger, Klaus-Peter Steuhl
Zentrum für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Essen, Essen

Hintergrund
In dieser Studie soll die Wirksamkeit der ex-vivo-Expansion von autologen und allogenen Limbusepithel zur Oberflächenrekonstruktion bei limbaler Stammzellinsuffizienz (LSZI) untersucht werden.
Methode
Bei 44 Augen von 38 Patienten (m:w 27:11) mit einer kompletten (n=32) oder partiellen (n=12) LSZI erfolgten autologe (n=30) und allogene Transplantationen (n=14). Folgende Ätiologien einer LSZI wurden behandelt: Verätzungen/Verbrennungen (n=22), Pterygium (n=9), kongenitale Aniridie (n=6), Z.n. Tumorexzisison (n=2), Z.n. Perforationstrauma, Mitomycin C induzierte LSZI, Epidermolysis bullosa, bilaterale GVHD und Chlamydien-bedingte Keratokonjunktivitis (jeweils n=1). Nur Augen mit einem Nachbeobachtungszeitraum von mindestens 9 Monaten wurden in die Studie eingeschlossen.
Ergebnisse
Die Nachbeobachtungszeit betrug im Mittel 27.7 ± 14.3 Monate. Ein stabiles okuläres Oberflächenepithel wurde in 30 Augen (68%) erzielt. Die Sehschärfe stieg in 30 Augen (71%) an, war stabil in 11 Augen (25%) und verschlechterte sich in 2 Augen (4%). Der durchschnittliche LogMAR Visus verbesserte sich signifikant (p<0.0001) von präoperativ 1.7±0.9 zu postoperativ 0.9±0.7. Sowohl nach autologer (p<0.0001) als auch allogener (p<0.005) Transplantation wurde ein Anstieg der Sehschärfe beobachtet. Autologe Transplantationen hatten ein 2-fach geringeres Risiko eines Transplantatversagens als allogene Transplantationen.
Schlussfolgerungen
Transplantation von Ex-vivo expandiertem Limbusepithel führt zur Stabilisierung des kornealen Oberflächenepithels und zu einem signifikantem Visusgewinn in den meisten Fällen. Autologe Verfahren zeigen eine deutliche bessere Prognose als allogene Transplantationsverfahren, bei denen eine ausreichende und längerfristige Immunsuppression erforderlich ist.

 
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