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Abstract

SA.21.02

Optical Coherence Tomography – Befunde von Retikulären Pseudodrusen

Sandrine Anne Zweifel1, Yutaka Imamura1, Richard F. Spaide2
1LuEsther T. Mertz Retinal Research Center, Manhattan Eye, Ear and Throat Hospital, New York, United States; 2Vitreous-Retina-Macula Consultants of New York, United States

Hintergrund
Die Beschreibung und Charakterisierung der “Spectral Domain“-Optische Kohärenztomographie (SD-OCT) Befunde von retikulären Pseudodrusen (RPD), einem Risikofaktor für altersbedingte Makuladegeneration.
Methode
Konsekutive Patienten, die innerhalb eines Zeitraums von 2 Monaten im Jahre 2009 mit RPD diagnostiziert wurden, wurden in diese Studie eingeschlossen. Die Diagnose von RPD basierte auf ihrem typischen Erscheinungsbild und ihrer Verteilung in der “Blaukanal”-Farbfundusfotographie und dem Heidelberg Spectralis Infrarot-Bild. Von jedem Patienten wurden OCT Schnitte, die bis zu 100 gemittelte Aufnahmen enthalten, erfasst. Mit Hilfe der Punkt zu Punkt Korrelation des Spectralis wurde die dem Infrarot-Bild entsprechende Pathologie im SD-OCT lokalisiert, evaluiert und klassifiziert.
Ergebnisse
Geeignet waren 59 Augen mit RPD in 34 Patienten mit einem Durchschnittsalter von 81 Jahren; 20 waren Frauen. Der entsprechende SD-OCT Scan zeigte Ablagerungen von granulärem hyperreflektivem Material oberhalb des retinalen Pigmentepithels (RPE), im subretinalen Raum. Das Material war hauptsächlich zwischen RPE und der Verbindungslinie von inneren und äusseren Photorezeptorensegmenten lokalisiert. In einem mehr fortgeschrittenem Stadium war dieses Material zu kleinen Hügeln geformt und führte zu einer Verlagerung der Verbindungslinie von inneren und äusseren Photorezeptorensegmenten oder sogar zu einer Diskontinuität dieser Verbindungslinie, wenn das Material bis in die äussere Körnerschicht eingedrungen war. Die Lokalisation dieses Materials von RPD ist klar von weichen Drusen unterscheidbar; weiche Drusen, die unterhalb des Pigmentepithels lokalisiert sind, wurden gleichzeitig mit RPD in 35 Augen beobachtet. Die innere Reflektivität dieses Materials von RPD ähnelt weichen Drusen.
Schlussfolgerungen
SD-OCT zeigt zum ersten Mal, dass RPD zu Ablagerungen im subretinalen Raum führt. Dies ist eine ungewöhnliche Lokalisation, welche pathophysiologische Abläufe auf beiden Seiten des RPE möglich erscheinen lässt und sollte in die Entstehungstheorien von fortgeschrittener altersbedingter Makuladegeneration miteinbezogen werden.

 
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