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Abstract
SA.21.08
Infrarot-Imaging bei äußeren Makulaschichtforamen
Karen Schaal, Eva Jakob, Stefan Dithmar
Universitäts-Augenklinik Heidelberg
Hintergrund
Äußere Makulaschichtforamen (outer lamellar macular hole, OLMH) sind im Gegensatz zu inneren Makulaschichtforamen sehr selten und treten bei Grubenpapillen-assoziierter Makulopathie, transient in der Genese des durchgreifenden Makulaforamens, bei der Progresssion einer myopischen makulären Retinoschisis sowie idiopathisch auf. Es wird erstmals über Infrarotphänomene von OLMH berichtet.
Methode
Patienten mit OLMH wurden mit Infrarot-Reflexion (IR) von 820 nm untersucht (konfokales Scanning Laser Ophthalmoskop, Heidelberg Retina Angiograph 2, Heidelberg Engineering GmbH). Die Aufnahmen wurden mit Linienscan-OCT-Bildern korreliert (Stratus-OCT, Zeiss). Untersuchungen erfolgten im Verlauf und ggf. prä- und postoperativ (follow-up bis zu 30 Monaten).
Ergebnisse
OLMH zeigen insbesondere bei der Grubenpapillen-assoziierten Makulopathie (zentral abgehobene Netzhaut) ein klares Infrarotsignal. Die Korrelation mit engen Linienscan-OCT-Aufnahmen beweist, dass die Infrarot-Signalanhebung ausschließlich im Bereich des OLMH vorhanden ist. Die Ränder des OLMH lassen sich exakt darstellen. Das Infrarot-Imaging ermöglicht, OLMH in der Aufsicht darzustellen. Dadurch kann erstmals dokumentiert werden, in welcher Sequenz sich ein OLMH postoperativ verschließt.
Schlussfolgerungen
Infrarot-Imaging ist geeignet, äußere Makulaschichtforamen in einer Aufsichtaufnahme klar darzustellen. Infrarotaufnahmen können bei entsprechendem Verdacht die OCT-Schnittbilddiagnostik sinnvoll ergänzen. Insbesondere auch zur OLMH-Verlaufsbeurteilung ist das Infrarot-Imaging gut geeignet. Das Wissen über den Ablauf der postoperativen Defektheilung und die Adaptation der OLMH-Ränder kann durch Infrarot-Imaging vertieft werden. |
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