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Abstract

SA.21.10

Nahinfrarot-Autofluoreszenz-Imaging: Klinische Anwendung und Aussagekraft

Steffen Schmitz-Valckenberg
Universitäts-Augenklinik Bonn

Dank erhöhter Sensivität und verbesserter Signalausbeute erlaubt die moderne konfokale Scanning Laser Ophthalmoskopie zusätzlich zu der bekannten Fundusautofluoreszenz mit blauem Anregungslicht auch die Darstellung von Fundusautofluoreszenzphänomenen durch Anregung mit Nahinfrarotbereich. Dazu wird der sog. ICG-mode verwendet. Anwendungen an Patienten und Fallberichte an Tiermodellen und Spenderauge legen nahe, dass mit der Nahinfrarot-Fundusautofluoreszenz Fluorophore auf der Ebene des retinalen Pigmentepithels detektiert werden. Als Hauptkandidat wird Melanin postuliert. Jedoch liegen hier keine genauen spektralen Analysen vor, wie sie für das Lipofuszin bei der blauen Fundusautofluoreszenz berichtet worden sind.
Bedingt durch die schwächere Signalstärke der Nahinfrarot-Fundusautofluoreszenz sind bei der Bildanalyse besonders Artefakte wie Pseudofluroeszenzphänomene zu berücksichtigen. Klinische Anwendungen schlagen vor, dass sich die Nahinfrarot-Fundusautofluoreszenz von der blauen Fundusautofluoreszenz bei verschiedenen Netzhauterkrankungen unterscheidet. So korrespondieren die zuvor berichteten charakteristischen blauen Fundusautofluoreszenzmuster bei atrophischer AMD nicht immer mit Veränderungen mit der Nahinfrarot-Fundusautofluoreszenz.

 
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