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Abstract
SA.22.04
Nahtlose intrasklerale Hinterkammerlinsenfixation – Langzeitergebnisse
Mitrofanis Pavlidis1, Calin Tataru2, Ilias Georgalas3, Gabor Scharioth1
1Augenzentrum Recklinghausen, Recklinghausen, 2Alcor Eyeclinic Bucarest, Bucarest, Romania, 3Vitreoretinal Department, Eyeclinic, University of Athens, Athen, Greece
Hintergrund
Bei insuffizientem oder fehlendem Zonulaapparat gibt es unterschiedliche Möglichkeiten zur Fixation einer Intraokularlinse: kammerwinkelgestützt, irisfixiert oder mit Skleranahtfxation. Wir haben eine Technik entwickelt, die eine nahtlose intrasklerale Fixation einer dreiteiligen Standard intraokularlinse (IOL) ermöglicht. Wir präsentieren die Langzeitergebnisse einer zweijährigen multizentrischen postoperativen Analyse.
Methode
Es würden 60 operierte Augen in drei opthalmologische Kliniken aus drei europäischen Länder analysiert. Nach einer Pars plana Vitrektomie werden 2mm vom Limbus entfernt zwei 24G-Sklerotomien in genau gegenüberliegender Position durchgeführt. Mit der gleichen Kanüle wird je ein 2-3mm limbusparalleler Tunnel beginnend von den Sklerotomien präpariert. Eine dreiteilige IOL wird injiziert und die zweite Haptik im kornealen Tunnel belassen. Die führende Haptik wird mit einer 25G Pinzette gefasst und durch die Sklerotomie externalisiert. Diese Pinzette wird durch den limbusparallelen Skleratunnel geführt, fixiert das Ende der herausstehenden Haptik und zieht sie in den Tunnel. Bei der zweiten Haptik wird analog vorgegangen.
Ergebnisse
58 IOL waren 7 Monate (median) postoperativ stabil und zentriert. Zwei IOL mussten rezentriert werden. Mögliche Komplikationen einer Nahtfixation wie z.B. Bindehauterosion über der Skleranaht, Subluxation durch Nahtruptur oder Linsenverkippung, konnten durch die nahtlose Technik vermieden werden. Postoperative Komplikationen wie z.B. Endophthalmitis, Glaskörperblutung, Netzhautablösung oder Sekundärglaukom wurden nicht beobachtet. Die Funktion könnte sich von 1,25 präoperativ auf 0,45 postoperativ (LogMAR) signifikant verbessert werden. Das sphärische Equivalent hat sich postoperativ nicht verändert.
Schlussfolgerungen
Diese komplikationsarme Technik ermöglicht eine dauerhafte Sklerafixation von Hinterkammerlinsen und vereinfacht deren Zentrierung bei insuffizientem oder fehlendem Zonulaapparat. Logistischer Aufwand und Kosten können durch Verwendung einer Standard IOL reduziert werden. |
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