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Abstract
SA.23.03
Morphologische Veränderungen in der Spectral Domain OCT im zeitlichen Verlauf bei Geographischer Atrophie bei AMD
Monika Fleckenstein, Steffen Schmitz-Valckenberg, Irene Krämer, Robert P. Finger, Hans-Martin Helb, Peter Charbel Issa, Carsten H. Meyer, Frank G. Holz
Universitäts-Augenklinik Bonn
Ziel:
Ultrastrukturelle Veränderungen wurden mittels Spectral Domain (SD)-OCT im zeitlichen Verlauf in Gegenwart Geographischer Atrophie (GA) bei AMD analysiert.
Methoden:
Achtundzwanzig Augen von 15 Patienten (77,9 ± 5,5 Jahre) mit GA wurden wiederholt mittels simultaner konfokaler Scanninglaser Ophthalmoskopie (cSLO) und SD-OCT Imaging (Spectralis HRA+OCT, Heidelberg Engineering) untersucht (mittlere Beobachtungsdauer 9,72 ± 3,14 Jahre). Das „Eye-Tracking“ System erlaubt die exakte Alignierung der Folgeuntersuchungen und somit die Darstellung ultrastruktureller Veränderungen über die Zeit. SD-OCT Aufnahmen der Erst- und Folgeuntersuchungen wurden analysiert sowie die Änderung der Netzhautdicke am Rand der Atrophie bestimmt.
Ergebnisse:
Alle Atrophieareale zeigten über den Beobachtungszeitraum eine kontinuierliche Grössenzunahme in der cSLO-Aufnahme. In der SD-OCT war diese assoziiert mit einem Verlust der retinalen Pigmentepithel (RPE)-Bande, Innensegment-/Aussensegment (IS-/OS)- und äusseren Grenzmembran-Bande. Die äussere Körnerschicht nahm in diesem Bereich an Dicke ab. Areale, die im Verlauf in Atrophie übergingen, zeigten zuvor eine irreguläre RPE- und IS-/OS-Bande; häufig waren zudem Ablagerungen unter der RPE-Bande erkennbar. In der Zone außerhalb der GA zeigten sich Veränderungen von hyperreflektivem Material, Dicken-Zu- als auch -Abnahme der RPE-Bande sowie Grössen-Zu- und -Abnahme von Drusen. Zur Erstuntersuchung lag die Netzhautdicke am Rand der Atrophie bei 273 µm (Interquartile Range, IQR 242-296 µm). Im Verlauf kam es zu einer Reduktion um 16 µm (Median; IQR 7.75-28.25 µm).
Schlussfolgerungen:
In Augen mit GA können innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums ultrastrukturelle Veränderungen in der Atrophiezone, in deren Randbereich sowie in der, die Läsion umgebenden Zone, identifiziert werden. Ergebnisse dieser Studie können zum besseren Verständnis des natürlichen Verlaufs der GA beitragen und Grundlage für das Monitoring zukünftiger therapeutischer Interventionen, die auf eine Verlangsamung der GA-Progression abzielen, darstellen. |
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