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Abstract
SA.23.09
In-vitro-Vergleich von VEGF-Antagonisten: Anreicherung von Bevacizumab, aber nicht Ranibizumab, in RPE-Zellen
Alexa Klettner1, Marie-Luise Kruse2, Tim Meyer3, Daniela Wesch3, Dieter Kabelitz3, Johann Roider1
1Klinik für Augenheilkunde, Campus Kiel, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Kiel, 2Molekulare Gastroenterologie, Campus Kiel, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Kiel, 3Immunologie, Campus Kiel, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Kiel
Hintergrund
Die Inhibition des Vascular Endothelial Growth Factor (VEGF) ist das Mittel der Wahl zur Behandlung der choroidalen Neovaskularisation bei der altersabhängigen Makuladegeneration. In der vorliegenden Studie haben wir die Wirkungen von Ranibizumab und Bevacizumab auf Zellen des retinalen Pigmentepithels (RPE) in vitro verglichen und die Aufnahme der Substanzen durch die Zellen untersucht.
Methode
Primäre RPE-Zellen aus dem Schwein wurden mit Ranibizumab oder Bevacizumab behandelt. Die Aufnahme der Substanzen durch die Zellen wurde mittels Laser-Scanning-Mikroskopie und Durchflusszytometrie untersucht. Die Zelltod wurde mittels MTT-Assay ermittelt und die VEGF-Ausschüttung mittels ELISA gemessen.
Ergebnisse
Wenn RPE-Zellen mit klinischen Konzentrationen von Bevacizumab inkubiert werden, kann sowohl in der Laser-Scanning-Mikroskopie als auch in der Durchflusszytometrie eine Aufnahme von Bevacizumab in die Zellen nachgewiesen werden. Nach 24stündiger Inkubation und Fixierung nach 24h, 5d und 7d reicherte sich Bevacizumab in den Zellen an. Nach einstündiger Inkubation mit klinischen Konzentrationen Ranibizumab ließ sich etwas Ranibizumab mikroskopisch in den Zellen nachweisen, dieses konnte aber in der Durchflusszytometrie nicht bestätigt werden. Zu späteren Zeitpunkten konnte kein Ranibizumab in den Zellen nachgewiesen werden. Keine der beiden Substanzen induziert einen signifikanten Zelltod 7d nach Behandlung und die VEGF-Sekretion war maximal für 3 Tage inhibiert.
Schlussfolgerungen
Bevacizumab, aber nicht Ranibizumab, wird in RPE-Zellen angereichert. Dieses deutet auf wesentliche Unterschiede zwischen den beiden Substanzen in ihrer Wirkung auf das RPE hin. |
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