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Abstract

SO.04.01

Aktuelle Einteilung des trockenen Auges

Elisabeth M. Messmer
Ludwig-Maximilians-Universität, Klinikum Innenstadt, Augenklinik, München

Im „Dry Eye Workshop (DEWS)“ Report von 2007 wurde das Trockene Auge neu definiert und klassifiziert. Neben einer Klassifikation entsprechend der Krankheitsätiologie und der wichtigsten pathogenetischen Faktoren „Hyperosmolarität des Tränenfilms“ und „Tränenfilminstabilität“ wurde eine Klassifikation anhand des Schweregrades des Trockenen Auges entworfen. Entsprechend der Ätiologie können Patienten mit Trockenem Auge grob in zwei Gruppen eingeteilt werden, die sich jedoch häufig überschneiden: in Patienten mit einem wässrigen Tränenfilmdefizit und Patienten mit einem evaporativen Trockenen Auge. In die erste Gruppe gehören sowohl Patienten mit Sjögren Syndrom, als auch Patienten mit altersbezogenem Trockenen Auge, Tränendrüsenobstruktion, Reflexhyposekretion und Patienten mit Trockenem Auge als Nebenwirkung einer systemischen Therapie. Das evaporative Trockene Auge umfasst Patienten mit Blepharitis, Lidfunktionsstörungen, Kontaktlinsenträger sowie Patienten mit Oberflächenproblemen verursacht durch Allergien und/oder Konservierungsmittel. Die Klassifikation entsprechend des Schweregrades des Trockenen Auges richtet sich nach den subjektiven Beschwerden des Patienten, den Visussymptomen, der Bindhautinjektion und -anfärbung, dem klinischen Befund der Hornhaut inklusive Hornhautanfärbung, dem klinischen Befund der Lider sowie der Tränenfilmaufreißzeit und dem Schirmertest. Diese Klassifikationsschemata erleichtern die therapeutische Entscheidungsfindung und sind unerlässlich für klinische Studien.

 
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