DOG Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft
  English Site Suche:  
  107. DOG-Kongress Home

DOG-Kongressinformation

DOG-Kongress Bildergalerie

Grußworte
Organisation, Termine
Ablauf des Kongresses
Preise und Forschungsförderungen

Höhepunkte

Wissenschaftliches Programm
Feierliche Eröffnung
Schwerpunkte
Wissenschaftliches Programm
- Do, 24.09.09
- Fr, 25.09.09
- Sa, 26.09.09
- So, 27.09.09
- Posterausstellung
Symposien
Kurse
Firmenveranstaltungen
Satellitenprogramm

Hinweise, Informationen
Rahmenprogramm
Sponsoren, Industrie

Presseservice

Programm downloaden / drucken [PDF, 11 MB]

Vorprogramm downloaden / drucken [PDF, 3 MB]

DOG-Homepage
 

Abstract

SO.07.02

Langzeitergebnisse nach stereotaktischer Single-dose-Vorbestrahlung mit dem Gamma Knife, Endoresektion und adjuvanter Brachytherapie bei hochprominenten Aderhautmelanomen

Eva Biewald1, Michael Freistühler1, Mete Gök1, Gerhard A. Horstmann2, Norbert Bornfeld1
1Zentrum für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Essen, Essen, 2Gamma Knife Zentrum Krefeld, Krefeld

Hintergrund:
Ziel dieser retrospektiven Fallserienanalyse ist die Langzeitauswertung nach Gamma Knife Vorbehandlung, Endoresektion und adjuvanter Brachytherapie bei hochprominenten Aderhautmelanomen. Insbesondere sollen funktioneller Erfolg, Sekundärkomplikationen, Folgeoperationen und Tumorkontrolle beurteilt werden.
Patienten und Methoden:
Insgesamt wurden 113 Patienten in diese retrospektive Fallsereinanalyse eingeschlossen. Bei allen Patienten wurde in dem Zeitraum von März 1999 bis Juli 2008 nach stereotaktischer „single-dose“-Vorbestrahlung mit dem „Leksell“ Gamma Knife eine Endoresektion mit Silikonöltamponade und adjuvanter Brachytherapie mit Ruthenium106 durchgeführt. Die durchschnittliche Tumorhöhe lag bei 9,5mm, der Nachuntersuchungszeitraum betrug im Mittel 23,8 Monate.
Ergebnisse:
Die postoperative Sehschärfe lag im Mittel bei 0,05, wobei insgesamt 19 Patienten (16,8%) eine Sehschärfe von 0,3 oder mehr erreichten. Der präoperative Visus lag im Mittel bei 0,2. Bei 12 Patienten (11,7%) kam es unmittelbar postoperativ zu einer ausgeprägten Nachblutung, so dass eine Vitrektomie oder Vorderkammerspülung durchgeführt werden musste. An weiteren Komplikationen beobachteten wir in 11 Fällen (9,7%) ein Sekundärglaukom, in weiteren 14 (12,4%) eine ausgeprägte Strahlenretinopathie, bei 17 (15%) eine Ablatio retinae und bei einem Patienten eine Skleromalazie. Insgesamt mussten bei 26 (23%)  Patienten Folgeoperationen durchgeführt werden. Zusätzlich wurde bei 13,3% der Patienten (insgesamt 15 Augen) in einem Zeitraum von durchschnittlich 11 Monaten bei ernsthaften Komplikationen oder fehlender Tumorkontrolle eine Enukleation veranlasst. Lokale Tumorrezidive fanden sich bei insgesamt 6 Patienten. Davon erhielten vier (3,5%) eine zusätzliche transpupilläre Thermotherapie, zwei (1,77%) eine neuerliche Brachytherapie mit Ruthenium.
Schlussfolgerungen:
Bei hochprominenten Aderhautmelanomen stellt die Endoresektion nach stereotaktischer Bestrahlung und adjuvanter Brachytherapie oftmals die einzige bulbuserhaltende Therapieoption dar. Bei einem Großteil der behandelten Patienten konnte das Auge mit einem Gebrauchsvisus erhalten werden.

 
Zurück    
Seitenanfang
     
s