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Abstract
SO.09.02
Unmittelbare Effekte einer panretinalen Lasertherapie auf die retinale Morphologie im menschlichen Auge
Clara Treu, Matthias Bolz, Katharina Kriechbaum, Sonja Prager, Gabor Deak, Georgios Mylonas, Ursula Schmidt-Erfurth
Universitätsklinik für Ophtalmologie und Optometrie, Medizinische Universität Wien, Wien, Österreich
Hintergrund
Untersuchung unmittelbarer morphologischer Veränderungen der retinalen Morphologie nach panretinaler Photokoagulation bei Patienten mit Proliferativer Diabetischer Retinopathie (PDRP)
Methode
Zehn Patienten mit zuvor unbehandelter PDRP wurden in diese prospektive Studie eingeschlossen.
Dabei erfolgte eine panretinale Photokoagulation entweder mit dem semi-automatischen (Pascal©, Optimedica) oder mit einem konventionellen Laser-System (Novus Omni©, Coherent). Nachuntersuchungen mit der infraroten (IF) und autofluoreszenten (AF) Bildgebung, sowie der (spectral domain) optischen Kohärenztomographie (Spectralis OCT/HRA, Heidelberg Engineering©), sowie Fundusfotografien wurden an Tag 1, 2, 3, 4 und 7 durchgeführt. Strukturveränderungen, sowie Höhe und Breite der retinalen Koagulationsherde wurden vermessen und im Detail verglichen.
Ergebnisse
Die im OCT klar erkennbaren morphologischen Veränderungen limitierten sich an Tag 1 und 2 auf die Photorezeptorenschicht (PRL), die äußere Körnerschicht (ONL) und teilweise die äußere plexiforme Schicht (OPL). Das umliegende Gewebe hob sich scharf von den behandelten Gebieten ab. Sowohl Abnahme des Durchmesser und Höhe der Laserkoagulate als auch Schwund der klaren Abgrenzung zum benachbarten Gewebe zeigten sich zwischen Tag 3 und 7. Die beschriebenen Veränderungen ließen sich durch narbige Umbauprozesse im Bereich der PRL und ONL, welche eine Zugkraft auf die inneren Netzhautschichten entwickelten, erklären. Die Stärke der ausgesetzten Laserenergie beeinflusste maßgeblich Auftreten und Umfang dieser Gewebsveränderungen. Eindeutige strukturelle Veränderungen im Sinne einer direkten Annäherung der OPL an die hyperreflektiven Koagulationsareale im Bereich der PRL ließen sich am 7. Tag feststellen.
Dies ließ auf eine Zunahme des Narbenzugs auf die inneren Netzhautschichten nach der kompletten Koagulation und Vernarbung der ONL zurückschließen.
Schlussfolgerungen
Eine panretinale Photokoagulation führt zu unmittelbaren und signifikanten morphologischen Veränderungen im Bereich der äusseren Netzhautschichten, die innerhalb der ersten 7 Tage wiederum signifikanten Umbauprozessen unterworfen sind. |
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