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Abstract

SO.09.03

OcuLED – eine innovative Lichtquelle in der Vitrektomie

Stefan Dithmar1, Alexandra Hoeh1, Roman Amberger2, Mira Ruppenstein1, Thomas Ach1
1Universitäts-Augenklinik Würzburg, 2Kirchhoff-Institut für Physik, Heidelberg

Hintergrund
Die bisher verfügbaren Beleuchtungsgeräte für die vitreoretinale Chirurgie bestehen aus einer externen Lichtquelle und einer Lichtsonde, mit der das Licht in das Auge geleitet wird. Wir stellen eine Weiterentwicklung vor, bei der die Lichtquelle in den Handgriff der Lichtsonde integriert wird und kein separates Lichtgerät mehr erforderlich ist.
Methode
Untersucht wird der Lichtsonden-Prototyp OcuLED der GEUDER AG. In den Handgriff der Lichtsonde ist eine Licht-emittierende-Diode (LED) eingebaut, welche über eine externe  Stromquelle betrieben wird. Wellenlängenspektrum (Spektrometer, Avantes USA), maximale Strahlungsleistung (Radiometer, LaserProbe USA) und Bestrahlungsstärke wurden gemessen und mit sechs handelsüblichen Lichtgeräten verglichen. Die Handhabung des Prototyps wurde beurteilt.
Ergebnisse
OcuLED enthält eine LED mit Weißlichtspektrum und wird über eine externe regelbare Stromquelle (0 – 350mA) betrieben. Durch die raumsparende LED-Technik hat der OcuLED-Handgriff eine vergleichbare Größe mit herkömmlichen Handgriffen und unterscheidet sich in der Handhabung nicht von gängigen Lichtsonden. Das Wellenlängenspektrum hat sein Maximum bei 550nm und einen zweiten Peak bei 450nm. Im Vergleich mit anderen Lichtquellen ist die Blaulichtanteil gering. Die maximale Bestrahlungsstärke unterscheidet sich nicht signifikant von handelsüblichen Lichtgeräten. OcuLED ist ein steriles Einmal-Produkt und wird in 20G, 23G und 25G zur Verfügung stehen.
Schlussfolgerungen
Durch LED-Technologie ist es möglich, Beleuchtungsgeräte für die vitreoretinale Chirurgie deutlich kleiner zu konstruieren. Durch die Integration der Lichtquelle in den Lichtsonden-Handgriff ergeben sich zahlreiche Vorteile: es sind keine externen Lichtquellen mehr erforderlich, die Lichtsysteme sind klein und gut transportabel und die Technologie wird deutlich preisgünstiger sein als bisherige Lichtgeräte.

 
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