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Abstract
SO.10.02
Detektion und Analyse harter Exsudate und ihrer Vorstufen mittels Polarisations-sensitiver optischer Kohärenztomographie bei Patienten mit diabetischer Makulopathie
Jan Lammer1, Matthias Bolz1, Bernhard Baumann2, Sonja Prager1, Gabor Deak1, Michael Pircher2, Christoph Hitzenberger2, Ursula Schmidt-Erfurth1, DRRG Diabetic Retiopathy Research Group
1Augenheilkunde und Optometrie, Medizinische Universität Wien, Wien, Österreich, 2Medizinische Physik, Medizinische Universität Wien, Wien, Österreich
Hintergrund
Die jüngst vorgestellte Technologie der polarisations-sensitiven optischen Kohärenztomographie (PS-OCT) eröffnet neue Wege morphologische Strukturen der Netzhaut darzustellen und zu beschreiben. Ziel der Studie war es, harte Exsudate (HE) und ihre Vorstufen anhand des PS-OCTs bei Patienten mit diabetischem Makulaödem (DMÖ) zu untersuchen.
Methode
Fünfzehn Patienten mit unbehandeltem DMÖ wurden in der Studie untersucht. Dabei wurde der Visus (nach standardisiertem Protokoll der Early Treatment of Diabetic Retinopathy Study) bestimmt, Infrarot- und Farbfundusfotographien, eine biomikroskopische Spaltlampenuntersuchung sowie Untersuchungen mittels dem Stratus™, Cirrus™ (Carl Zeiss, Meditec) und Spectralis™ (Heidelberg Engineering) OCT am gleichen Untersuchungstag durchgeführt. Zusätzlich wurde der Prototyp eines PS-OCTs eingesetzt, anhand dessen polarisationszerstreuende Eigenschaften von retinalen Strukturen erfasst werden können. Die Bilder aller Untersuchungen wurden hinsichtlich des Auftretens und der Erscheinung der HE verglichen.
Ergebnisse
In allen untersuchten Augen ließen sich HE in Folge eines DMÖ nachweisen. In den Intensitätsbildern von Stratus™, Cirrus™, Spectralis™ OCT sowie dem PS-OCT zeigten sich HE als hyperreflektive Partikel im Bereich der Grenze der äußeren plexiformen und der inneren nukleären Schicht, und stimmten mit den anhand von Infrarot- und Fundusfotographie bestimmten Lokalisationen überein. Vorläufer wurden in den OCTs auch in darüber liegenden Schichten in der Nähe von Mikroaneurismen und zystoiden Ödemen gefunden. Bei der Auswertung der PS-OCT Bilder zeigte sich darüber hinaus, dass HE ähnliche polaristationszerstreuende Eigenschaften besitzen wie dem retinalen Pigmentepithel (RPE) in kürzlich vorgestellten Studien nachgewiesen wurde.
Schlussfolgerungen
In dieser Studie wurden erstmals HE und ihre Vorläufer mittels PS-OCT untersucht, und ihre polarisationszerstreuenden Eigenschaften beschrieben. Dank der Anwendung von polarisations-sensitiven Rasterscans kann erstmals nicht nur die Ausdehnung selektiv detektierter HE zweidimensional (durch Fundusfotographie), sondern auch dreidimensional mit Lokalisation in den jeweiligen Netzhautschichten dargestellt werden. Zusätzlich lässt sich erstmals das Ausmaß der intra-retinalen Lipidexsudation im Rahmen eines DMÖs quantifizieren.
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