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Abstract

SO.11.01

Subkonjunktivale Bevacizumab (Avastin®) zur Therapie von Hornhautneovaskularisationen

Raid Darawsha, Nina Niederdräing, Henrike Westekemper, Klaus-Peter Steuhl, Daniel Meller
Zentrum für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Essen, Essen, Deutschland

Hintergrund
Untersuchung der Effektivität von subkonjunktivalen Bevacizumab-Injektionen (Avastin®) bei Hornhautneovaskularisationen unterschiedlicher Genese .
Methode
Eingeschlossen wurden 47 Augen von 44 Patienten mit Hornhautneovaskularisationen. Die Genese der kornealen Neovaskularisation war unterschiedlich (Z. n. penetrierender Keratoplastik, Z. n. Verätzung, Z. n. herpetischer Keratitis und Z. n. Stammzelltransplantation (SZ). Es wurde bei allen Patienten 5 mg (0,2 ml) Avastin® subkonjunktival limbusnah (ca. 1,5-2 mm) injiziert. Die Morphologie der Hornhautneovaskularisation wurde mittels Spaltlampenbiomikroskopie und Fotodokumentation beurteilt. Die Fotodokumentation wurde vor, 2 Wochen und 4 Wochen nach der Injektion durchgeführt.
Ergebnisse
Die subkonjunktivale Bevacizumabinjektion führte zu einer Regression der akut aufgetretenen kornealen Neovaskularisation unterschiedlicher Genese, der chronisch bestehenden kornealen Neovaskularisationen nach Herpeskeratitis und einer Stabilisierung der kornealen Neovaskularisationen nach KPL und SZ-Transplantation. Die chronisch bestehenden kornealen Neovaskularisationen bei limbaler SZ-Insuffizienz konnten mit subkonjunktivaler Bevacizumabinjektion nicht beeinflusst werden. Es wurde keine Infektion oder Entzündung beobachtet. Allerdings musste die Injektion bei rezidivierenden Neovaskularisationen nach 4-7 Wochen in 32% 2mal und 40% der Fälle mehr als 3mal wiederholt werden.
Schlussfolgerungen
Die subkonjunktivale Bevacizumab-Injektion (Avastin®) kann korneale Neovaskularisationen unterschiedlicher Genese positiv beeinflussen und könnte damit eine neue Therapiestrategie der kornealen Neovaskularisation darstellen. Hierzu sind weitere kontrollierte prospektive Studien notwendig.

 
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