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Abstract

SO.11.02

GS-101: Augentropfen zur Behandlung von Neovaskularisation der Hornhaut

Salvador Garcia-Delpech, Stephanie Rohrweck, Manuel Díaz-Llopis, David Salom, Patricia Udaondo, Isabel Mayo, Elena Quintana
Oftalmología, Hospital Universitario La Fe, Valencia, Spain

Hintergrund
Die Angiogenese ist ein komplexer, physiologischer Prozess, der von verschiedenen pro- und anti-angiogenetischen Faktoren beeinflusst wird. Das Antisenseoligonukleotid GS-101 inhibiert dosisabhängig die Expression der IRS-1 (Insulin Receptor Substrate-1) messenger RNA. In vorangehenden Publikationen wurde in vitro nachgewiesen, dass sich eine partielle Down-Regulierung des IRS-1 Proteins hemmend auf die Angiogenese auswirkt.
Wir untersuchten den Nutzen lokaler Anwendung von GS-101 bei Neovaskularisation der Hornhaut.
Methode
Prospektive Studie an fünf Patienten mit Neovaskularisation der Hornhaut. Wir applizierten einen Tropfen GS-101 zweimal täglich in einem Beobachtungszeitraum von drei Monaten. In regelmäβigen Abständen von 10 Tagen wurden klinische und fotografische Kontrollen durchgeführt.
Ergebnisse
Reduzierung der Neovaskularisation der Hornhaut um mindestens 30% in allen dokumentierten Fällen. Bei zwei Patienten konnte eine fast komplette vaskuläre Regression (Abnahme der Neovaskularisation um mindestens 80%) erreicht werden.
Schlussfolgerungen
Unsere Ergebnisse zeigen, dass die lokale Anwendung von GS-101, einem Antisenseoligonukleotid, das die Expression von IRS-1 mRNA inhibiert, eine effiziente Behandlungsmöglichkeit bei Neovaskularisation der Hornhaut darzustellen scheint.

 
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