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Abstract

SO.11.06

Hat rheumatoide Arthritis ein Einfluss auf die Biomechanik der Hornhaut?

Melanie Heinke1, Katrin Krause2, Andrea Baumann2, Christof Pohl3, Rieke Alten3, Carl Erb1
1Augenheilkunde, Schlosspark-Klinik, Berlin; 2Technische Fachhochschule, Berlin; 3Rheumatologie, Schlosspark-Klinik, Berlin

Hintergrund
Wichtige okuläre Manifestationen einer Rheumatoiden Arthritis (RA) sind die Keratokonjunktivitis sicca, Keratitis, Episkleritis und Skleritis. Häufiger treten okuläre Beteiligungen bei langer Krankheitsdauer und positivem Rheumafaktor auf. In der Untersuchung galt es zu prüfen, ob Patienten mit einer RA mit durchschnittlich mehr als 10 Jahren Krankheitsdauer im Rahmen von Kollagenumbauprozessen Veränderungen der Biomechanik der Hornhaut aufzeigen.
Methode
Einbezogen wurden 38 Patienten mit RA (w:m 31:7, Median des Alters 59Jahre) sowie eine Kontrollgruppe von 41 Personen (w:m 31:10, Median des Alters 41 Jahre). Neben der Anamnese erfolgte die Messung der Hornhautdicke mit dem Orbscan II, der cornealen Hysterese und des cornealen Resistenzfaktors mit dem Ocular Response Analyzer (ORA).
Ergebnisse
Bezüglich der Hornhautdicke ergab sich ein Mittelwert von 584,95±37,44µm bei Patienten mit RA. Im Vergleich zum Normalkollektiv mit einem Mittelwert von 571,81µm ergibt sich kein signifikanter Unterschied. Die Ergebnisse der cornealen Hysterese (CH) und des cornealen Resistenzfaktors (CRF) zeigten ebenfalls keine Signifikanz gegenüber dem Normalkollektiv (Mittelwert±Standardabweichung, CH: RA 11,74±1,35mm Hg; Normalkollektiv (N) 11,32±1,46mm Hg; CRF: RA 11,74±1,35mm Hg, N 11,32±1,46mm Hg).
Schlussfolgerungen
Trotz lang bestehender Krankheitsdauer bei der RA konnten keine Hornhautveränderungen im Rahmen der Kollagenose nachgewiesen werden. Somit müssen bei zukünftigen Untersuchungen die Hornhautdicke, der corneale Resistenzfaktor sowie die corneale Hysterese bei Patienten mit RA nicht stärker berücksichtigt werden.

 
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