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Abstract
SO.11.07
In-Vivo-Darstellung von Lymphgefäßen in der Hornhaut
Felix Bock1, Philipp Steven2, Gereon Hüttmann3, Claus Cursiefen1
1Universitäts-Augenklinik Erlangen, 2Universitäts-Augenklinik, Campus Lübeck, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Lübeck, 3Institut für Biomedizinische Optik, Universität zu Lübeck, Lübeck
Hintergrund
In dieser Arbeit sollten mit Hilfe der intravitalen Multi-Photonen Mikroskopie erstmals Lymphgefäße in einer prävaskularisierten, murinen Hornhaut in vivo dargestellt werden.
Methode
Der lymphgefäßspezifische Antikörper LYVE-1 wurde mit dem Fluorochrom FITC konjugiert und dann in die prävaskularisierte murine Hornhaut injiziert. Die markierten Lymphgefäße, unmarkierte Blutgefäße, migrierende Zellen und Kollagen-fibrillen wurden mit Hilfe eines Multi-Photonen-Mikroskops detektiert. Die Maus wurde dafür narkotisiert und in einer speziell konstruierten Tierhalterung fixiert, wobei Atmung, Körperwärme und Sauerstoffsättigung kontrolliert wurden.
Ergebnisse
Die typische Struktur der Lymphgefäße als großlumige, blind endende Gefäße konnte 3-dimensional mit Hilfe von Z-Stapeln dargestellt werden. Die Färbung war vor allem auf der Zelloberfläche der lymphatischen Endothelzellen lokalisiert, mit deutlicher Konzentration an den Zell-Zell-Kontakten. Mit Hilfe von Zeitserien konnte die Migration von Zellen in die Lymphgefäße in Echtzeit dargestellt werden. Blutgefäße (anhand der hindurch fließenden Erythrozyten zu identifizieren), Lymphgefäße, wandernde Zellen und Kollagenstrukturen konnten gleichzeitig intravital dargestellt werden.
Schlussfolgerungen
Erstmals konnten hier Lymphgefäße intravital in der murinen Hornhaut mit hoher Auflösung dargestellt werden. Mit Hilfe dieser Methode ist es möglich, die Interaktion von Antigen-präsentierenden Zellen und Lymphgefäßen in der Hornhaut intravital zu erforschen. |
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